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kobinet-nachrichten
  • Momentaufnahme 063
  • Individuelle Pfade der Selbstbestimmung
    Teilhabe-Kultur zu leben heißt für die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag auch, Kunst und Literatur von Menschen mit Behinderungen erlebbar zu machen. Das Magazin "Outscapes" veröffentlichte in seiner jüngsten Ausgabe zwei Beiträge über KünstlerInnen mit Behinderungen, wobei sich die beiden Portraitierten, zu denen auch Jennifer Sonntag gehört, nicht allein über ihre Behinderung definieren. Da die Printausgabe des Kulturmagazins für einige Menschen mit Behinderungen nicht lesbar ist, stellte der Verlag auf Initiative von Jennifer Sonntag den kobinet-nachrichten die elektronischen Textfassungen ungekürzt zur Veröffentlichung zur Verfügung. Ein herzlicher Dank an Tristan Rosenkranz dafür. Nach dem ersten Beitrag vom letzten Sonntag, veröffentlichen wir heute den zweiten Beitrag mit Jennifer Sonntag.

  • Sachsen verschafft sich Überblick
    Wie aus einem Bericht des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen zu erfahren ist, diskutierte die Staatsministerin Barbara Klepsch Anfang 2018 im Deutschen-Hygiene-Museum Dresden mit Vertretern der Verbände der Menschen mit Behinderungen und weiteren Akteuren über Ergebnisse des sechsten Berichtes zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen.

  • Bayerisches Landespflegegeld wird nicht angerechnet
    Entgegen bisheriger Ankündigung wird das bayerische Landespflegegeld nun doch nicht auf die Erstattung von Assistenzkosten angerechnet. Dies teilte die Landespflegegeldstelle am Abend mit.

  • VdK: Alterssicherung, die vor Armut schützt
    „Wir wollen keine halben Sachen, Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen müssen sich auf die gesetzliche Altersvorsorge verlassen können. Der Gesellschaft muss die Rente etwas wert sein.“ Das erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Vorstellung des Rentenpakts durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

  • Initiative für inklusiven Sozialraum gestartet
    Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Kerstin Griese, startete am 11. Juli in Essen die "InitiativeSozialraumInklusiv - ISI", die für mehr Barrierefreiheit in Landkreisen, Städten und Gemeinden sorgen soll. Rund 150 Teilnehmende nahmen an der Auftaktveranstaltung teil.

  • Ende des Wahlrechtsausschlusses längst überfällig
    Zu Berichten über Pläne der Koalition aus CDU, SPD und CSU, die Diskriminierung von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung beim Wahlrecht abzuschaffen, äußerte sich Corinna Rüffer, Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen für Behindertenpolitik und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass sich nun anscheinend auch die Koalitionsfraktionen auf den Weg machen wollen, den unzulässigen Ausschluss von Menschen mit Behinderung vom Wahlrecht zu beenden. Ein Ende einer solchen Diskriminierung sei längst überfällig.

  • Gewalt und Medizintests in Behinderteneinrichtungen
    Dass Gewalt und sogar medizinische Tests in den Behinderteneinrichtungen bis spät in die 70er Jahre noch an der Tagesordnung waren, darüber berichten heute verschiedene Medien, wie zum Beispiel der WESER KURIER. Das Bundessozialministerium für Arbeit und Soziales schätzt, dass ca. 100.000 Menschen, die heute noch leben, von diesem Unrecht betroffen sind.

  • SoVD kritisiert NRW-Baurechtsmodernisierungsgesetz
    Das Baurechtsmodernisierungsgesetz ist vom nordrhein-westfälischen Landtag am gestrigen Donnerstag verabschiedet worden. Dieses nun beschlossene Gesetz wird leider keine gesetzlichen Regelungen zum Bau rollstuhlgerechter Wohnungen umfassen. Wohnungen müssen nur "eingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar" sein. Statt klarer Vorgaben soll es nur Zielvereinbarungen der Kommunen mit der Wohnungswirtschaft geben, die NRW-Bank stellt entsprechende Fördermittel bereit, kritisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) Nordrhein-Westfalen.

  • Kursportal hat sprechen gelernt
    Das Kursportal Schleswig-Holstein ist jetzt hörbar besser: Alle Inhalte können ab sofort mit dem eingebauten „Readspeaker“ vorgelesen werden. Der Dienst ist eine Hilfestellung für Nutzer, die Probleme beim Lesen von Onlinetexten haben.

  • Einigung zu Wahlrechtsänderung
    Nach jahrelangem Drängen der Behindertenverbände, der Behindertenbeauftragten, engagierten Abgeordneten und des Deutschen Instituts für Menschenrechte für die Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse scheint nun in der Regierungskoalition ein Durchbruch erzielt worden zu sein. Wie das Handelsblatt berichtet, ist nun Bewegung in die Diskussion gekommen, so dass die Wahlrechtsausschlüsse behinderter Menschen im Herbst für die Bundestags- und Europawahlen abgeschafft werden sollen.

  • Kennzahlenvergleich zur Eingliederungshilfe 2016
    Knapp 404.000 Menschen mit Behinderungen benötigen bundesweit ambulante oder stationäre Unterstützung beim Wohnen – gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit lebt mehr als die Hälfte von ihnen (52 Prozent) stationär untergebracht in Wohneinrichtungen. Im Rheinland leben sechs von zehn Menschen mit Behinderung und Wohnunterstützung mit ambulanter Unterstützung selbstständig in der eigenen Wohnung (62 Prozent), heißt es im Newsletter des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).

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