Nachrichten, Behindertenpolitik, Behindertenorganisationen, Selbstbestimmt, Leben
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  • Starke Stimme für Behinderte
    Im Berliner Theater RambaZamba hatte gestern "Don Juan sehr frei nach Molière" Premiere. Den Diener spielt Sebastian Urbanski, der mit seiner Rede am 27. Januar 2017 im Deutschen Bundestag auch auf der politischen Bühne bekannt wurde. Jetzt gehört der 40-jährige Schauspieler dem 15-köpfigen Bundesvorstand der Lebenshilfe als der erste Mensch mit Down-Syndrom an. "Wir sind sehr stolz darauf, ihn in unseren Reihen zu haben. Als Selbstvertreter wird er eine glaubhafte und starke Stimme für Menschen mit Behinderung sein", sagte Bundesvorsitzende Ulla Schmidt nach seiner Berufung.

  • Landespolitik lässt Rollstuhlfahrer im Stich
    Betroffene warten weiter auf Wohnungen für ein selbstbestimmtes Leben stellt der VdK Nordrhein-Westfalen fest und schlussfolgert: "Die Politik lässt Rollstuhlfahrer im Stich!"

  • Online Befragung zu Möglichkeiten für mehr ambulante Hilfe
    Gefördert durch die Aktion Mensch Stiftung führt die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Thüringen seit 2016 ein Modellprojekt im Bereich der Behindertenhilfe durch. Drei stationäre Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung(en) lösen einen Teil ihrer stationären Angebote (zum Beispiel Wohnheime) auf, um dafür stärker personenzentrierte ambulante Angebote zu schaffen. Es werden Methoden erprobt, die zu mehr Wahlmöglichkeiten, zu mehr Teilhabe und zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung(en) beitragen sollen.

  • Beratungszentrum für Barrierefreies Planen und Bauen in Sachsen
    Nach Informationen des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen bauen die Architektenkammer Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen bauen für Sachsen ein Beratungszentrum für Barrierefreies Planen und Bauen auf. Im Dezember 2018 gaben dazu Horst Wehner, VdK-Landesvorsitzender, und Alf Funkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen, als gemeinsame Projektträger den offiziellen Startschuss, wie die Internetseite der Architektenkammer Sachsen informiert.

  • Niemand soll vor seinem Tod sterben
    "Wenn man schwer kranke Menschen danach fragt, wann sie sich erstmals ihrer Endlichkeit bewusst wurden, so berichten diese nicht etwa von Krankenhausaufenthalten und Medikamenteneinnahmen. Sie schildern die Momente, in denen ihnen bewusst wurde, im Job nicht mehr auf dem alten Niveau mithalten zu können; sie berichten von Situationen, in denen sie eigene Hobbies und Interessen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten und vor allem: von Erlebnissen, in denen sie das erste Mal sozial ausgegrenzt oder diskriminiert wurden. Dieser Prozess eines sozialen Sterbens kann aufgrund des medizinischen Fortschritts ganze Lebensjahrzehnte von Menschen bestimmen", so heißt es im Klappentext des neu erschienen Buches der Inklusionsbotschafterin Dr. Carolin Tillmann mit dem Titel "Niemand sollte vor seinem Tod sterben".

  • Baden-Württemberg schreibt Integrationspreis aus
    Erstmals vergibt das Ministerium für Soziales und Integration einen Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg. Die Ausschreibung ist heute gestartet und ist in verschiedenen Kategorien unterteilt. Der Preis ist mit je 4000 Euro dotiert und wird in drei Bereichen vergeben.

  • Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt
    Um Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt geht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wie daraus hervorgeht, wandten sich zwischen 2015 und 2017 insgesamt 247 Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, um eine Benachteiligung auf dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt wegen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen zu melden beziehungsweise sich beraten zu lassen.

  • Kommunale Aktionspläne sichern Inklusion und Teilhabe vor Ort
    "Unsere Kommune für Alle" lautete der Titel der gestrigen Veranstaltung, zu der die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch ins Sozialministerium nach Mainz eingeladen hatten. "Eine Kommune für alle heißt für uns auch eine Kommune für Menschen mit Behinderungen. Da sind die Themen Barrierefreiheit und Teilhabe vor Ort die entscheidenden Gelingensfaktoren", sagte Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Eröffnung der Veranstaltung, die einen guten Start für Veranstaltungen zum 10jährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland darstellte.

  • Landesschau-Bericht über Situation von Markus Igel
    Gut eine Woche vor der Solidaritätsdemonstration für Markus Igel am 24. Januar um 11.00 Uhr vor dem Landesamt für Soziales in Saarbrücken berichtete gestern die Landesschau von SWR Rheinland-Pfalz über die prekäre Situation von Markus Igel. Der Fernsehbericht, der wurde bereits in die ARD-Mediathek eingestellt und zeigt vor allem auch im Interview mit dem Anwalt von Markus Igel, Dr. Oliver Tolmein von der Kanzlei Menschen und Rechte die Gefahren des Vorgehens des Saarländer Landesamtes für Soziales für die Persönliche Assistenz auf.

  • Momentaufnahme 106
    Wie Schnee, so schmilzt der Tag. (Titus Maccius Plautus)

  • Hartz IV Sanktionen abschaffen
    "Die Sanktionen bei Hartz IV müssen abgeschafft werden. Sie sind verfassungswidrig". Das erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der gestrigen Anhörung beim Bundesverfassungsgericht, bei der der Verband als Sachverständiger geladen war. Aus Sicht des VdK verstoßen die aktuellen gesetzlichen Sanktionsvorschriften gegen die Menschenwürde und somit gegen das Grundgesetz.

  • Alfred Beyer: Der etwas andere Schwimmlehrer
    Der Inklusionsbotschafter Alfred Beyer aus Mülheim engagiert sich gleich doppelt ehrenamtlich. Zum einen bringt er Kindern und Jugendlichen das Schwimmen bei, zum anderen setzt er sich für Inklusion ein. In dem von ihm gegründeten integrativen Sport- und Gesundheitsverein bringt er behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen. Über das Wirken von Alfred Beyer hat vor kurzem das WDR-Fernsehen in der Lokalzeit Ruhr berichtet.

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