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01.08.2003 - 9:38
Positive Resonanz auf Antidiskriminierungskampagne

Ottmar Miles-Paul   
Bremen (kobinet) Der Aufruf zur Durchführung einer Kampagne, mit der dafür gestritten werden soll, dass auch behinderte Menschen in ein zu schaffendes zivilrechtliches Antidiskriminierungsgesetz mit aufgenommen werden, ist auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen. Erste Spenden für die Kampagne sind bereits eingegangen und in Bremen wurden während einer Veranstaltung während der Sommeruni eine Reihe von guten Ideen für die Kampagne gesammelt.

«Die große Resonanz auf die Kampagne und vor allem die Bereitschaft von vielen Menschen, etwas für diese Kampagne zu tun, hat mich überzeugt, dass es sich lohnt, für diese Sache zu kämpfen. Beeindruckt hat mich vor allem, dass gerade Menschen wie Waltraud David vom Netzwerk People First Deutschland, die wenig Geld haben, bereit sind, etwas für diese Kampagne zu spenden und viele signalisiert haben, ihre Energie voll in diese Sache zu stecken», so Ottmar Miles-Paul, der diese Kampagne für das NETZWERK ARTIKEL 3 behinderungs- und verbandsübergreifend koordiniert. In der Befreiungshalle in Kehlheim in Niederbayern findet bereits am Samstag, den 2. August ein Alphornkonzert von Gerhard Herold zugunsten der Kampagne statt und der Berliner Behindertenverband hat bereits seine Unterstützung zugesagt.

Dass die Bewegung in dieser Sache schnell sein muss, bestätigen eine Reihe von Gerüchten, die davon ausgehen, dass der Entwurf für ein zivilrechtliches Antidiskriminierungsgesetz schon auf dem Tisch liege und behinderte Menschen nicht mit einbeziehen würde. Die Verabschiedung könnte dann in den nächsten 1-2 Monaten im Bundestag über die Bühne gehen, wenn es keinen massiven Widerstand dagegen gibt. «Es liegt nun also ganz entscheidend an uns, ob es uns gelingt, unseren Abgeordneten deutlich zu machen, dass die Verabschiedung eines zivilrechtlichen Antidiskriminierungsgesetzes ohne die Aufnahme Behinderter in keinster Weise akzeptabel ist. Wer ein solches Gesetz unterstützt, vergibt nicht nur eine historische Chance, sondern stellt sich auf die Seite der Diskriminierer behinderter Menschen», so Miles-Paul. hjr

 

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