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27.11.2002 - 18:36
Fahrplanwechsel mit Einschränkungen

Winsen (kobinet) Massive Einschränkungen stehen Behinderten in ländlichen Gebieten ins Haus. Mit Fahrplanwechsel können Rollstuhlfahrer an vielen Bahnhöfen ihre Fahrt nicht mehr antreten. Darauf machte heute Werner Schuren aufmerksam, der Bundesbeauftragte für die Belange körperbehinderter Reisender des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

Mit der Abschaffung der Zugbegleiter auf den Doppelstockwagen der Regionalexpress-Linien ab 15. Dezember 2002 entstehen nicht nur zusätzliche Sicherheitsgefährdungen für «Normalreisende». Es entfällt auch die bisherige Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer. «Dies ist eine offene Behindertenfeindlichkeit der Bahn», meint Schuren. Die Diskriminierung würden Behindertenverbände nicht hinnehmen und die Politik zum Handeln auffordern. «Das Verhalten der Bahn stellt einen massiven Verstoß gegen geltendes Recht dar.» So schreiben das Behindertengleichstellungsgesetz und die Eisenbahn-Bau-und Betriebsordnung den Ausbau der Barrierefreiheit für Behinderte auch im Bahnverkehr vor.

Dieser Rechtsbruch der Bahn werde Folgen haben, kündigte Schuren an. Ab dem Welttag der Behinderten am 3. Dezember und in der Zeit des Weihnachtsverkehrs planen Behinderte «phantasievolle Aktionen» gegen die Diskriminierung auf Bahnhöfen. «Entweder wir Rollis fahren mit der Bahn oder die Bahn fährt nicht», könnte eine mögliche Aktionsform sein. sch

 

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Rolf Barthel   am 28.11.02
 

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