Bericht vom 23. März 2005

 Inhalt :

Ergebnisse des fünften Ad-Hoc-Treffens aus Sicht behinderter Frauen

Thema "behinderte Frauen"


Ein Bericht über die 5. Sitzung des Ad-Hoc-Komitees sowie weitere Dokumente, die diese Verhandlungsrunde betreffen, sind veröffentlicht worden:

 www.un.org/esa/socdev/enable/rights/ahc5.htm 

Bei der Diskussion um Artikel 12 Freiheit von Gewalt und Missbrauch ist in dem Bericht unter Punkt 45 folgende Notiz zu finden:

» Es gab eine breite Einigkeit darin, dass ‘Frauen und Mädchen’ oder ‘Frauen und Kinder’ von Gewalt und Missbrauch besonders betroffen sind. Keine Einigkeit konnte darüber erzielt werden, wo und wie dieses Thema einzubeziehen sei. Interessierte Delegationen wurden gebeten, über einen angemessenen Umgang mit dieser Thematik zu beraten. «

Ansonsten ist in diesen offiziellen Dokumenten über Diskussionen zur Sichtbarmachung behinderter Frauen nicht viel zu finden.

Aufschlussreicher ist ein Bericht des ehemaligen Direktors des Europäischen Behindertenforums (EDF), Stefan Trömel, der die Erarbeitung der UN-Konvention weiter begleitet. Er schreibt,

Stefan Trömel favorisiert die dritte Möglichkeit, eine Kombination: Seiner Ansicht nach sollte es einen kurzen gesonderten Artikel zu "Frauen mit Behinderungen" geben, um eine durchgängige Geschlechterperspektive im gesamten Text zu bekräftigen. Außerdem sollte in etlichen Artikeln auf Frauen mit Behinderungen Bezug genommen werden.

Diesen Bericht ergänzte die Direktorin des EDF Carlotta Besozzi bei ihrem Besuch beim Deutschen Behindertenrat (DBR) am 21.3.2005 wie folgt:

Konsequenzen: Was ist bis zur nächsten Sitzung des Ad-Hoc-Komitees zu tun?


Die von den deutschen Frauen und Lydia Zijdel erarbeiteten Vorschläge gilt es offensiv zu vertreten, denn ein schwacher Artikel zu "Frauen mit Behinderungen" ist kontraproduktiv. Dann besteht die Gefahr, dass Staaten meinen, für behinderte Frauen würde nur dieser Artikel in dem gesamten Dokument gelten.
Entsprechend müssen die EU-Staaten überzeugt werden.
Und die Vorschläge müssen auch stärker beim IDC und dort speziell bei der Arbeitsgruppe "Frauen mit Behinderungen" bekannt gemacht werden.
Schließlich muss erreicht werden, dass auch das EDF in seinem Positionspapier für die nächste Sitzung des Ad-Hoc-Komitees sowie bei der vorbereitenden Regionalkonferenz im Juli die erarbeiteten Vorschläge vertritt.



Weitere Informationen unter:  www.un-behindertefrauen.org 



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