Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion Copyright: Marleen Soetandi

Inklusionskletterhalle Bad AiblingMünchen/Bad Aibling: Für die inklusiven Aktivitäten und die bundesweit erste Inklusionskletterhalle, die im Herbst 2022 eröffnet wird, wurde die Sektion des Stützpunkt Inntal e.V. des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Oberbayern von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf am 23. Mai bei einem Festakt in München mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2022 ausgezeichnet. "Dieser Preisträger hat sich Inklusion auf die Fahnen geschrieben. Die DAV Sektion Stützpunkt Inntal e.V. ist der erste Mitgliedsverein des Deutschen Alpenvereins mit Schwerpunkt Inklusion. Hier klettern Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite", teilte die bayerische Sozialministerin mit.

Performance von tanzbar_bremen - Foto: tanzbar_bremenBremen: Ende Dezember 2021 haben wir vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" uns darüber gefreut, dass Neele Buchholz im von der ARD ausgestrahlten Sechsteiler Eldorado KaDeWe eine wichtige Rolle hatte. Am 16. Mai 2022 wurde nun der Verein tanzbar_bremen, bei dem die Schauspielerin und Tänzerin Neele Buchholz mitwirkt, mit dem Inklusionspreis Bremen ausgezeichnet. Zum zweiten Mal wurden die Gewinner der "Blauen Rose“ gekürt. Ein Inklusionspreis, der von Special Olympics Bremen ins Leben gerufen wurde. Diese Auszeichnung erhalten Menschen und Vereine, die sich besonders für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung (im Sport) einsetzen. In diesem Jahr wurde diese besondere Ehre tanzbar_bremen zuteil. "Wir sind stolz, einen Preis als Gruppe zu bekommen. Denn das, was wir tun, funktioniert nur durch die Zusammenarbeit von allen“ sagt Corinna Mindt. Zusammen mit Adrian Wenzel nahm sie die "Blaue Rose“ im Bremer Rathaus entgegen.

Logo des IGEL-PodcastBad Segeberg: Es gibt viele Hilfsmittel, die behinderten Menschen das Leben erleichtern und mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Da gerade auch für blinde und sehbehinderte Menschen die Mobilität sehr wichtig ist, hat sich Sascha Lang umgehört und ist auf ein interessantes Hilfsmittel gestoßen. Unter dem Motto "Anlegen, Programmieren und führen lassen", geht es in der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) des Inklusators Sascha Lang daher um den Navigürtel von der Firma Feelspace. Dass dieser blinden und sehbehinderten Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität und Navigation bietet, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Wahlplakat von Dennis SonneLüdinghausen / Düsseldorf: "#SonneindenLandtag", u.a. mit diesem Slogan hat der Finanzwirt Dennis Sonne für seine Wahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen geworben. Nun hat der auch behindertenpolitisch sehr aktive Kommunalpolitiker aufgrund der Stimmenzuwächse von 11,8 Prozent der Grünen gerade noch den Sprung in den Landtag über die Landesliste geschafft. Dem neuen Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gehört zukünftig also auch ein Rollstuhlnutzer an, der zudem aller Voraussicht nach Mitglied einer Regierungsfraktion sein dürfte, weil die Grünen wahrscheinlich in der neuen Regierung mitwirken werden. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachrichten zur Inklusion, zumal das Wirken von Dennis Sonne für einen erfolgreichen Beteiligungsprozess für einen inklusiven Calisthenics-Park in Lüdinghausen eine der ersten guten Nachrichten zur Inklusion war, über die das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes berichtete.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion - Foto: Marleen SoetandiHamburg: Im März 2022 besuchte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" verschiedene Akteur*innen in Hamburg. Dabei sprach Ottmar Miles-Paul mit ihnen über ihre Aktivitäten. Herausgekommen sind einige Berichte und Interviews, die zeigen, dass in Hamburg einiges in Bewegung ist, um Inklusion voranzubringen und die Teilhabe behinderter Menschen zu fördern. Im folgenden gibt's die Links zu den Berichten über gute Nachrichten zur Inklusion in Hamburg:

Alsterdorfer Markt: Foto: Susanne GöbelHamburg: Ottmar Miles-Paul hat sich im Rahmen des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion", das er für das NETZWERK ARTIKEL 3 koordiniert, vor kurzem das Treiben auf dem Alsterdorfer Markt in Hamburg angeschaut. Mit Hanne Stiefvater vom Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf führte er im Anschluss daran ein Interview. Dabei geht es u.a. um die Entwicklung des ehemaligen Anstaltsgeländes hin zu einem ausgezeichneten Markt und offenen Gelände, wo zunehmend Inklusion gelebt wird.

Online-Spiel Blind zum Bus: Foto: Woche des SehensBerlin: Blindheit verstehen, dazu möchte die Woche des Sehens, die dieses Jahr vom 8. bis 15. Oktober 2022 stattfindet, beitragen. Im Vorfeld dazu wurde das inklusive Online-Spiel „Blind zum Bus“ veröffentlicht, was für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt. Sehende und blinde Menschen können das Spiel gleichermaßen spielen. Auf einem imaginären Gang bewegen sich die Spielenden von der Haustür bis zur Bushaltestelle. Das Besondere: Der Weg bleibt für alle unsichtbar. Allein akustische Signale und Hinweise geben Anhaltspunkte, wo es lang geht. Für blinde Spielerinnen und Spieler ist diese Situation nicht neu. Sie erreichen den Bus vielleicht schneller als sehende Gamer.

Martin Ladstätter - Foto: BIZEPSWien: Vor kurzem konnte der unermüdliche Streiter für die Menschenrechte behinderter Menschen Martin Ladstätter die Veröffentlichung des 20.000. Artikels des österreichischen Online-Nachrichtendienstes zu Behindertenfragen BIZEPS vermelden. Nun wurde Martin Ladstätter zum Mitglied des Publikumsrats des ORF für den Bereich Behinderte Menschen bestellt, wie der österreichische Behindertenrat mitteilt. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, da die Partizipation behinderter Menschen in den Medien sehr wichtig ist, um das Bewusstsein über Behinderung zu verändern.

Kalenderblatt 5. Mai 1992 - 2022Bonn/Berlin: "30 Jahre 5. Mai - Lautstark für Gleichstellung 1992 -2022", so lautet der Titel einer Broschüre, die von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen herausgegeben wurde. Erarbeitet wurde die aktuelle Broschüre, deren Erstellung und Druck durch die Aktion Mensch unterstützt und im Rahmen ihrer Materialien zum Protesttag vertrieben wird, von Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden vom JOB Medienbüro Berlin. Dass es diesen Protesttag, der einiges bewegt hat, schon seit 30 Jahren gibt und auch dieses Jahr in der Zeit vom 23. April bis 8. Mai 2022 wieder über 600 Aktionen stattfinden, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelTamara Werth und Nicci Blok
haben viele gute Nachrichten
zur Persönlichen Zukunftsplanung.

 

Am 7. April 2022 erzählten sie ihre Geschichten in einer Online-Veranstaltung.

 

Sascha Igel hat die Veranstaltung aufgezeichnet.

Jetzt ist die Hör-Datei online im Internet.

Banner zur Ankündigung des Podcast - Foto: IGELBad Segeberg / Kassel: Eine gemeinsame Online-Veranstaltung des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung mit dem Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3 wurde zusammen mit dem Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, am 7. April 2022 aufgezeichnet und nun in der 58. Episode des Podcast veröffentlicht. Unter dem Motto "Ist die Zukunft geplant, ist dies eine gute Nachricht zur Inklusion" geht es dabei um gute Nachrichten zur Persönlichen Zukunftsplanung und was diese gerade auch für behinderte Menschen bewirken kann. 

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelArne Madsen hat viele Interessen.

Zum Beispiel Sport.

Und er macht Kunst.

 

Im März hatte er Besuch von Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion".

 

Arne Madsen hat ihm aus seinem Leben erzählt.

Und wie er durch die Corona-Zeit gekommen ist.

Arne Madsen mit Kunstwerk MaskenmassakerHamburg: Arne Madsen lebt in Hamburg, hat viele Interessen und vor allem eine kreative Ader. Neben Liegedreiradfahren und Hockey liegt ihm u.a. auch sein künstlerisches Wirken in der Freizeitgruppe der Schlumper am Herzen. Bei einem Besuch von Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" zeigte ihm Arne Madsen u.a. auch sein kürzlich entstandenes Kunstwerk mit dem Titel „Maskenmassaker“. Wie viele andere auch, hat Arne Madsen die Corona-Pandemie nicht ganz unberührt gelassen.

Daumen hochKassel: Sei es der Auszug aus einer Behinderteneinrichtung in die eigene Wohnung, der eigentlich selbstverständliche Besuch eines Fitnesszentrums und die Teilnahme an allgemeinen Freizeitaktivitäten oder der Weg aus einer Werkstatt für behinderte Menschen zu einem Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, eine Persönliche Zukunftsplanung kann einige Veränderungen zu einem inklusiveren Leben in Gang bringen und begleiten. Dies wurde bei einer gemeinsamen Online-Veranstaltung des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung mit dem Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3 und dem Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, am 7. April deutlich. Denn dabei ging es um gute Nachrichten zur Persönlichen Zukunftsplanung.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion - Bild Marleen SoetandiBerlin: Über 50 gute Nachrichten zur Inklusion wurden in den ersten sechs Monaten des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ vom Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter - NETZWERK ARTIKEL 3 - veröffentlicht. Nach den ersten sechs Monaten zog der Verein nun eine positive Zwischenbilanz des Projektes. "Bei dem Projekt ist der Name Programm, denn Schwerpunkt des auf vier Jahre angelegten Projektes ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", teilte der Projektleiter Ottmar Miles-Paul mit. Mit dem Projekt will das NETZWERK ARTIKEL 3 gute Entwicklungen in Sachen Inklusion behinderter Menschen aufzeigen. Andererseits sollen die guten Nachrichten zur Inklusion und die damit verbundenen Schulungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit März 1992 gibt es die Hamburger Arbeitsassistenz.

Seitdem hat sie über 1.000 behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeits-Mark vermittelt.

 

Das ist der Hamburger Arbeitsassistenz auch wichtig:

Behinderte Menschen unterstützen behinderte Menschen.

Und tauschen sich über ihre Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt aus.

Foto von: Marco Kölln, Tobias Giemza, Florian Timm und Sandra-Nicole RohrHamburg: Inspiriert durch die unterstützte Beschäftigung behinderter Menschen in den USA wurde die Hamburger Arbeitsassistenz vor 30 Jahren im März 1992 als Modellprojekt gegründet. Zwischenzeitlich hat die von der Landesarbeitsgemeinschaft Eltern für Inklusion gegründete gemeinnützige GmbH über 1.000 behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und entsprechend unterstützt. Neben der geballten Kompetenz in Sachen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, spielt bei der Hamburger Arbeitsassistenz der Peer Aspekt, also die Erfahrungen von behinderten Menschen mit der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, eine wichtige Rolle. Davon konnten sich Ottmar Miles-Paul und Susanne Göbel vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion bei einem Besuch der Hamburger Arbeitsassistenz ein Bild verschaffen. U.a. trafen sie dort einen elektrorollstuhlnutzenden Kurierfahrer, einen Mitarbeiter einer Ergotherapiepraxis und einen ehemaligen Mitarbeiter einer Bücherhalle.

Bild aus dem Film CODA - Foto: Vendome PicturesLos Angeles: Mit Spannung verfolgten viele, wer die diesjähigen Oscars abräumt. In der Nacht von 27. auf den 28. März 2022 gewann schließlich der Independent-Film "CODA", der von einer gehörlosen Familie mit einer hörenden Tochter handelt, den Oscar für den besten Film und mit Troy Kotsur als bester Nebendarsteller gleich Oscar Nummer zwei. Troy Kotsur ist damit der erste männliche gehörlose Schauspieler mit einem Oscar. Regisseurin Siân Heder erhielt zudem die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch. Für das von der Aktion Mensch geförderte Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies ein weiterer Meilenstein zur Präsenz gehörloser Menschen in den Medien.

Andrea Schatz mit Rollstuhl am FlughafenBerlin: Als Andrea Schatz am 15. August 2021 auf dem Rückflug von Toulouse um 21 Uhr in Frankfurt zum Weiterflug nach Berlin umstieg, verweigerte ihr der Lufthansa-Kapitän die Beförderung des Rollstuhls. Sie musste in Frankfurt in einem nicht barrierefreien Zimmer übernachten und wurde erst am nächsten Tag befördert. Da eine Beschwerde bei der Lufthansa keine Wirkung zeigte, hat Andrea Schatz die zuständige Schlichtungsstelle mit einem nun erfolgreichen Ausgang angerufen. Dieser Ausgang, über den Andrea Schatz berichtet, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, weil er zeigt, dass es sich lohnt, sich für seine Rechte einzusetzen und Mut macht, gegen Diskriminierungen vorzugehen.

Logo: Gute Nachrichten zur InklusionBamberg/Erlangen/Nürnberg/Würzburg: Im Februar 2022 besuchte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" verschiedene Akteur*innen in der Region Franken in Bayern. Dabei sprach Ottmar Miles-Paul mit ihnen über ihre Aktivitäten. Herausgekommen sind einige Berichte und Interviews, die zeigen, dass in Franken einiges in Bewegung ist, um Inklusion voranzubringen und die Teilhabe behinderter Menschen zu fördern. Im folgenden gibt's die Links zu den Berichten über gute Nachrichten zur Inklusion in Franken:

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelMeta Schillmann und Nicole Schmuhl sind Künstlerinnen.

Ihre Kunst ist sehr verschieden.

 

Seit März zeigen sie ihre Kunst.

Ihre Kunst hängt in der Galerie der Schlumper in Hamburg.

 

Die Ausstellung geht bis zum 15. Mai 2022.

Bild: Blick aus dem Fenster des Künstlers Horst Wäßle - Foto: Rolf Laute/Die SchlumperHamburg: Arbeiten von Meta Schillmann und Nicole Schmuhl werden derzeit noch bis zum 15. Mai 2022 in der Galerie der Schlumper in der Marktstraße 131 in 20357 Hamburg gezeigt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 traf sich in Hamburg mit Dr. Christian Mürner auf einen Kaffee und sprach mit ihm über die mittlerweile 40jährige Geschichte der Schlumper. Der seit über 40 Jahren in Hamburg lebende Autor und Behindertenpädagoge hat die Schlumper lange Jahre begleitet und immer wieder über deren Wirken und Werke berichtet.

Irmgard Badura bei der BundesversammlungNürnberg: Irmgard Badura setzt sich u.a. dafür ein, dass die Belange behinderter Menschen unaufgefordert und umfassend in allen Politikfeldern berücksichtigt werden. Auf Vorschlag der bayerischen Landtagsfraktion der Grünen hatte die ehemalige Landesbehindertenbeauftragte von Bayern am 13. Februar 2022 die Möglichkeit, an der Bundesversammlung und damit an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen. Die aktive blinde Nürnbergerin hat es nach so langer Zeit der Corona-Beschränkungen genossen, einmal wieder so viele politisch aktive prominente und engagierte Menschen in einem Gebäude treffen zu können. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion sprach mit Irmgard Badura über ihr Engagement und wie es dazu kam, dass sie bei der Bundesversammlung dabei sein konnte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit ein paar Tagen gibt es eine Daten-Bank.

 

 

Dort gibt es Infos:

Hilfs-Angebote für behinderte Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind.

 

Das ist den Macher*innen der Daten-Bank wichtig:

Behinderte Menschen aus der Ukraine sollen unterstützt werden.

Alle Hilfs-Angebote für sie sollen an einem Ort zu finden sein.

Logo: hilfsabfrage.de Flucht & BehinderungBremen / Berlin: In den vergangenen Tagen hat das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Akteur*innen, wie beispielsweise dem Martinsclub Bremen, der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), der Bundesvereinigung Lebenshilfe, den Sozialhelden oder Handicap International, eine Datenbank zu Hilfsangeboten für geflüchtete behinderte Meschen auf www.hilfsabfrage.de erstellt. Die Internetseite soll dazu beitragen, die bestehenden Wohn- und Unterstützungsangebote sowie Transferangebote für behinderte Menschen aus der Ukraine zu bündeln und übersichtlich aufzuführen, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen flächendeckend zu nutzen. Diese Initiative und Bündelung der Ressourcen verschiedener Akteur*innen ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion in einer Zeit, in der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine das Leben vieler Menschen bedroht und herausgefordert wird.

Michael Gerr vor Geschäft mit LEGO-RampeWürzburg: Nicht zuletzt die Tatsache, dass Michael Gerr seit 2021 Mitglied im neu gegründeten Diversitätsrat von Bündnis 90/Die Grünen auf Bundesebene ist, macht deutlich, wie wichtig dem Würzburger eine vielfältige Gesellschaft ist. Von 2008 bis 2020 hat er 12 Jahre lang als Stadtrat der Grünen die Stadtpolitik von Würzburg mitgeprägt und dabei auch seine Sichtweise und seine Erfahrungen als Rollstuhlnutzer mit eingebracht. Zuletzt hat er zusammen mit den Aktiven des Vereins Selbstbestimmt Leben Würzburg (WüSL) für die Entwicklung und Anbringung von LEGO-Rampen an Würzburger Geschäften geworben. Dieses eher symbolische Projekt soll nun in eine Initiative für eine umfassende Barrierefreiheit in Würzburg weiterentwickelt werden. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat Michael Gerr in Würzburg besucht und mit ihm über sein Wirken und seine Pläne gesprochen.

Logo von akseBerlin: Bei allen Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, hat diese auch neue Möglichkeiten der Online-Vernetzung und Kommunikation mit sich gebracht. Dass dies auch Vorteile für die Vermittlung von Assistent*innen an behinderte Menschen mit sich bringt, das hat die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB) des Berliner Vereins aktiv und selbstbestimmt (akse) bei einem Online-Bewerber*innen-Tag gezeigt. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist die durchgeführte Online-Veranstaltung zur Assistenzvermittlung eine gute Nachricht zur Inklusion.

Postkarte 30 Jahre Peer Beratung - Foto: BIZEPSWien: "Es ist fantastisch, wenn wir – oft auch erst nach einiger Zeit – Rückmeldungen von Beratungskundinnen und -kunden bekommen, dass sie jetzt etwas geschafft haben, was ihnen niemand zugetraut hat." So bringt Martin Ladstätter vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Wien die Faszination des Peer Counseling auf den Punkt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 hat einen Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus getätigt und führte mit Martin Ladstätten anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Starts der Peer Counseling Beratung in Österreich am 12. März 1992 folgendes Interview.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIn Fulda gibt es das Projekt „Geh(t) doch!“.

 

Das Projekt unterstützt 5 behinderte Jugendliche.

Alle 5 machen eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.

 

Dabei hilft ihnen das Budget für Ausbildung.

Sabrina Smits - Foto: Perspektiva gGmbHFulda: Im Zuge des Projektes "Geh(t) doch!" konnten zum Ausbildungsjahr 2021/2022 fünf Jugendliche aus Fulda und Umgebung in eine Ausbildung über das im Bundesteilhabegesetz verankerte Budget für Ausbildung vermittelt werden. Da es bisher nur sehr wenige behinderte Menschen gibt, die das Budget für Ausbildung nutzen und dabei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt werden, hat Ottmar Miles-Paul bei Sabrina Smits von der Perspektiva gGmbH, die das Projektes "Geh(t) doch!“ leitet, nachgefragt, was geht und wo es hakt. Denn in Fulda wurde ein konkreter Anfang zur Nutzung des Budget für Ausbildung als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen gemacht. Dieses Beispiel ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, dem hoffentlich noch viele weitere Budgets für Ausbildung folgen werden.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDafür kämpft Ina Fischer seit 5 Jahren.

 

Sie macht das nicht allein.

Sie hat sich mit anderen Menschen zusammen-getan.

Zusammen haben sie schon einiges in Erlangen erreicht.

Ina Fischer - Foto: ZsL ErlangenErlangen: Seit über fünf Jahren setzt sich Ina Fischer vom Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZsL) zusammen mit einer Reihe weiterer Akteur*innen für ein inklusives Erlangen ein. Herausgekommen ist dabei nicht nur das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Kommune inklusiv, das die engagierte Frau in Erlangen koordiniert, sondern auch eine Reihe von Initiativen, die nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 gute Nachrichten zur Inklusion sind. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ traf die blinde Streiterin für Inklusion auf einen Kaffee in Erlangen und konnte dabei nicht nur deren sportlichen Ehrgeiz für ein inklusive Erlangen erleben, sondern erfuhr auch, was in Erlangen bereits in Sachen Inklusion erreicht wurde bzw. noch ansteht.

Poster zur 50. Episode des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel - Foto: IGEL MediaBad Segeberg: Sascha Lang bezeichnet sich selbst als Inklusator und mit dem von ihm im April 2021 gestarteten Podcast "Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL)" wirbt der in Bad Segeberg und Luxemburg wohnende Radiomacher mit Herz kontinuierlich für Inklusion, Barrierefreiheit und die Teilhabe behinderter Menschen. Dass am 3. März 2022 bereits die 50. Episode des IGEL-Podcast erschienen ist, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAb heute, dem 1. März 2022, wird es in 2 Supermärkten in Bergisch-Gladbach leiser.

Dann gibt es dort Stille Stunden.

 

In dieser Zeit läuft keine Musik.

Die Scanner an den Kassen piepen nicht.

 

Die Idee kommt aus der Schweiz.

Wir haben im Dezember 2021 darüber berichtet: Link.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelEsther Junghans lebt seit vielen Jahren mit Persönlicher Assistenz.

 

Persönliche Assistenz bedeutet:

Esther Junghans bekommt für ihr Leben Unterstützung.

 

Dafür hat sie persönliche Assistenz-Personen.

Sie ersetzen ihre Arme und Beine.

Damit sie selbstbestimmt leben kann.

Esther Junghans mit ElektrorollstuhlTrier: Esther Junghans lebt seit vielen Jahren mit persönlicher Assistenz und weiß, was das bedeutet und auch, wie schwierig es zuweilen ist, gute Assistent*innen zu finden. Daher wirbt sie für diesen Beruf und auch für eine faire Bezahlung der Assistenzkräfte. So berichtete beispielsweise der in Trier erscheinende Volksfreund am 14. Februar 2022 über Esther Junghans und die Persönliche Assistenz. Dies ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. Ottmar Miles-Paul sprach mit Esther Junghans darüber, wie sie die Herausforderung eines Umzugs von München nach Trier mit persönlicher Assistenz geschafft hat und was ihr wichtig ist.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAm 8. Februar 2022 haben wir darüber berichtet:

Seit Anfang 2018 gab es sehr sehr viele Teilhabe-Beratungen.

Hier geht es zu unserem Bericht.

 

In Deutschland gibt es über 500 Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstellen.

Die Abkürzung für diese Beratungsstellen ist: EUTB®.

 

Ottmar Miles-Paul arbeitet für das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion.

Er hat vor wenigen Tagen die EUTB® in Bamberg besucht.

Elisabeth Seemüller mit Führhund Ofca und Roman Kollar vor der EUTB BambergBamberg: Am 7. Februar 2022 hat das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion über die 500.000. Beratung durch die seit Anfang 2018 arbeitenden über 500 ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) in Deutschland berichtet. Ottmar Miles-Paul hat nun die EUTB® des Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZsL) in Bamberg besucht und mit den beiden Peer-Berater*innen Elisabeth Seemüller und Roman Kollar über ihre gut vernetzte und breit aufgestellte Arbeit gesprochen. Dabei hat er auch einige gute Nachrichten zur Inklusion entdeckt, wie beispielsweise die Beratung zur Nutzung Persönlicher Budgets und des Budget für Arbeit.

Andrea Seeger - AccessErlangen: Seit 2018 bis heute wurden nach Informationen von Andrea Seeger von der Access gGmbH mit Sitz in Erlangen in der Region Mittelfranken bislang lediglich insgesamt 22 Anträge auf ein Budget für Arbeit gestellt. Dass davon 9 Anträge über den Fachdienst von Access begleitet und auch genehmigt wurden, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 trotz der geringen Gesamtzahl eine gute Nachrichte zur Inklusion. Die Tatsache, dass es der Access gGmbH gelungen ist, nahezu allen ihre Absolvent*innen aus dem Arbeitsbereich in ein Budget für Arbeit zu vermitteln, zeigt die Möglichkeiten für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf, wie in dem von Ottmar Miles-Paul geführten Interview mit Andrea Seeger deutlich wird.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIm Januar oder Februar 2022:

Ein Freitag-Abend.

Alexander Neufeld will endlich wieder einmal Fußball spielen.

Aber das Wetter ist schlecht.

Deshalb geht das draußen schon seit vielen Wochen nicht mehr.

 

Also will Alexander in einer Halle Fußball spielen.

Was aus seinem Wunsch geworden ist?

Eine gute Nachricht zur Inklusion!

Alexander und David Neufeld - Foto: Familie NeufeldCuxhaven: Eigentlich war sich David Neufeld ziemlich sicher: "Das wird nichts!" Was am Ende aber dabei heraus kam, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, die zeigt, dass es sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie lohnt, etwas einfach einmal auszuprobieren. Worum es geht, berichtet David Neufeld in seinem Blog des Neufeld Verlag wie folgt: "Unser fußballbegeisterter Sohn Alexander (20) wollte endlich mal wieder in der Halle spielen, weil wetterbedingt draußen schon seit Wochen nicht viel ging. Der Tennis Club Cuxhaven betreibt einen Indoor-Sportpark, der auch einen Soccer-Court, einen Kunstrasen-Platz zum Fußballspielen, umfasst. Hier hatten wir schon manchmal mit Freunden gekickt. Doch jetzt war Sport pandemiebedingt nur mit erheblichen Einschränkungen möglich, es war Freitag Abend und es war bestimmt auch viel zu kurzfristig, den Court für den kommenden Samstag zu buchen. Außerdem kostete das ganz schön."

Plakat zur Stillen Stunde - Foto: WDR 2Bergisch Gladbach: Kurz vor Weihnachten 2021 hatte das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" über die Stille Stunde in einigen schweizerischen Supermärkten in der Hoffnung berichtet, dass es solche Angebote auch bald in Deutschland gibt. Nun ist es soweit, denn ab 1. März 2022 starten zwei Supermärkte in Bergisch Gladbach mit stillen Stunden zum reizärmeren Einkauf. U.a. autistische Menschen werden oft von der Masse der akustischen und visuellen Reize überwältigt und besonders herausgefordert. Aber stille Stunden in Supermärkten dürften nicht nur für diesen Personenkreis eine Erleichterung beim oft ohnehin schon sehr hektischen Einkauf darstellen. "Keine Musik, kein Scanner-Piepen, gedimmtes Licht - Neu: Stille Stunde in Bergisch Gladbacher Supermärkten". Mit einem Plakat mit dieser Aufschrift macht WDR 2 auf Facebook auf diese gute Idee aufmerksam. 

ParagrafenzeichenMünster: Während in den Behindertengleichstellungsgesetzen des Bundes und der Länder Verbandsklagemöglichkeiten für die Durchsetzung der Rechte verankert sind, wird diese Möglichkeit bisher kaum genutzt. Daher ist es für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, dass der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) mit Unterstützung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) die Stadt Münster wegen der Unfallrisiken der oftmals auf Gehwegen stehenden oder liegenden E-Roller verklagt und sich dabei in wichtigen Punkten durchgesetzt hat. Im Verbandsklageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Münster geht es um stationslos vermietete E-Roller, die das Straßenbild vieler Städte prägen, so dass die Entscheidung auch eine Bedeutung für andere Städte haben dürfte.

Titelbild zum Podcast zu guten Nachrichten zur Inklusion - Foto: IGEL MediaBad Segeberg/Berlin: "Barrierefrei die Natur erleben - JA! Das Geht!" So titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, die neueste Ausgabe des nun erschienenen IGEL-Podcast. Dabei geht es um die Veröffentlichung der Aufzeichnung einer Online-Veranstaltung zu guten Nachrichten zum barrierefreien Naturerleben mit den Journalist*innen und Naturliebhaber*innen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden im Rahmen des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit 1. Januar 2018 gibt es Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstellen.

 

In Deutschland gibt es über 500 solcher Beratungs-Stellen.

 

Jetzt gab es die 500-Tausendste Beratung.

Das sind eine halbe Million Beratungen!

Logo der EUTB - Foto: BMASBerlin: Ob es um die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, von Hilfsmitteln oder Eingliederungshilfeleistungen geht, die Information gebraucht wird, wo es die Schlüssel für das System der Behindertentoiletten gibt, um Fragen, welche Hilfen es gibt, um eine Arbeitsstelle zu finden oder darum, wie man als behinderter Mensch besser am Leben in der Stadt oder Gemeinde teilhaben kann, die über 500 Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) sind hierfür gute Ansprechpartner*innen. Die Fachstelle zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) vermeldet nun in ihrem neuesten Newsletter die 500.000ste Beratung, die mittlerweile von den EUTBs seit deren Start am 1. Januar 2018 durchgeführt wurde und weist auf die Lotsenfunktion der Beratungsstellen durch das System hin. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist diese stolze Zahl von 500.000 Beratungen eine gute Nachricht zur Inklusion.

Per Busch mit Führhündin Peggy vor Holzgeländer im Wald- Foto: Kathrin Meyer

Kassel: Gerade während der Corona-Beschränkungen haben viele Menschen die Wälder als erlaubten Freiraum genutzt und genossen. Für Per Busch sind Waldaufenthalte nachhaltig gesund und sollten für möglichst viele Menschen möglich sein. U.a. mittels einer erfolgreichen Petition hat sich Per Busch aus Kassel für mehr Barrierefreiheit im Wald erfolgreich stark gemacht und bleibt auch weiterhin am Thema dran. Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3, der folgendes Interview mit dem engagierten blinden Waldliebhaber führte, ist das eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelJetzt ist er einer von 100 köpfen der demokratie.

 

Denn Gusti Steiner hat sehr viel dafür getan:

 

Behinderte Menschen müssen die gleichen Rechte haben wie nicht behinderte Menschen.

Gusti Steiner - Foto: Rasso BruckertDortmund: Der Sozialarbeiter und Kämpfer für die Rechte behinderter Menschen Gusti Steiner ist in die Reihe "100 köpfe der demokratie“ aufgenommen worden. Gusti Steiner, der seit seinem 11. Lebensjahr einen Rollstuhl nutzte und 2004 verstorben ist, steht dort in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Willy Brandt, Erika Mann und weiteren prominenten Fördernden der Demokratie in Deutschland. Die überparteiliche und unabhängige Stiftung "Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus“ hat Gusti Steiner diese Auszeichnung verliehen, wie Dr. Birgit Rothenberg von MOBILE in Dortmund mitteilte. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist diese Würdigung von Gusti Steiner und den damit verbundenen Aktivitäten der Behindertenbewegung ein gute Nachricht zur Inklusion besonders im Zusammenhang mit der Demokratie-Geschichte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAlexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist hartnäckig.

Er will, dass behinderte Menschen in öffentlichen Verkehrs-Mitteln nicht schlechter behandelt werden.

 

Jetzt war er erfolgreich:

Behinderte Menschen können ihre Fahrkarten für Fern-Züge weiter im Zug kaufen.

Das hat ihm die Deutsche Bahn geschrieben.

Alexander Ahrens am Laptop - Bild Franziska Vu, ISL
Alexander Ahrens

Berlin: Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lässt nicht locker, wenn es darum geht, Benachteiligungen behinderter Menschen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu benennen und beizutragen, diese abzubauen. Als Rollstuhlnutzer weiß er in vielerlei Hinsicht, wo der Schuh drückt und engagiert sich daher in vielen Gremien, u.a. auch bei der Deutschen Bahn. Als die Pläne der Einstellung der Kaufmöglichkeiten von Tickets in Zügen der Deutschen Bahn im Fernverkehr bekannt wurden, setzte er sich u.a. dafür ein, dass behinderte Menschen weiterhin die Möglichkeit behalten, die Tickets in den Zügen lösen zu können. Damit war er erst einmal auch erfolgreich, wie eine Antwort der Deutschen Bahn zeigt. Dies ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, denn das Beispiel zeigt, wie wichtig Partizipation und die Interessenvertretung behinderter Menschen ist.

InfozeichenLas Vegas: Vor der Einführung der Smartphones war gerade für viele behinderte Menschen kaum vorstellbar, welch große Erleichterungen diese neue Technik für sie bringen kann, wie zum Beispiel für blinde und sehbehinderte Menschen. So ähnlich könnte es auch bei der Robotertechnik werden. Einen Vorgeschmack, welcher Gewinn diese gerade für mobilitätsbehinderte Menschen bringen könnte, bietet ein n-tv-Bericht über die Pläne von Hyundai, die Anfang 2022 auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Wenn diese Pläne, die auch mehr Mobilität für behinderte Menschen ermöglichen könnten, auf breiter Ebene Wirklichkeit werden, wäre dies nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 eine spannende und gute Nachricht zur Inklusion.

Birgit Schopmans
Birgit Schopmans

Kassel: Birgit Schopmans hat am 1. Januar 1992 als Peer Counselorin beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) begonnen. Dass die blinde Beraterin 30 Jahre später immer noch beim selben Verein arbeitet und im Laufe der Zeit vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen Türen auf dem Weg zu einem selbstbestimmteren Leben geöffnet und sie unterstützt hat, das ist nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht. Im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ hat dessen Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul das nunmehr 30jährige Wirken von Birgit Schopmans im Sinne des Peer Counseling nachgezeichnet.

ParagraphenzeichenBerlin/Hameln/Trier: Viele Menschen beschäftigt gerade in Zeiten der Corona-Pandemie das Thema der Triage, also der Entscheidung, wer im Falle einer Ressourcenknappheit behandelt wird und wer nicht. Der Erfolg der neun engagierten Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen mit ihrer von AbilityWatch initiierten Beschwerde gegen die derzeitigen Regelungen vor dem Bundesverfassungsgericht ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. In Ergänzung zur umfangreichen Berichterstattung über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Dezember 2021 zum Schutz behinderter Menschen vor Diskriminierungen im Falle einer pandemiebedingten Triage lohnt daher der Blick auf die Menschen, die die große Mühe der sehr umfangreichen Verfassungsbeschwerde auf sich genommen haben.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelNeele Buchholz ist Tänzerin und Schauspielerin.

Im Januar 2015 hat sie bei einer Empowerment Schulung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die Teilnehmer*innen beeindruckt.

Sie erzählte, warum für sie Tanzen mit Stärke und Starksein zu tun hat.

 

Jetzt spielte Neele Buchholz in der 6-teiligen Fernseh-Serie Eldorado KadeWe mit.

Die ARD zeigte die Serie am 27. Dezember 2021.

Neele Buchholz
Neele Buchholz

Bremen: Dass die Tänzerin und Schauspielerin Neele Buchholz aus Bremen im von der ARD ausgestrahlten Sechsteiler Eldorado KaDeWe mitspielt, ist für Ottmar Miles-Paul eine gute Nachricht zur Inklusion, auf die der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 hinweist. Im Januar 2015 war die Bremerin mit Down Syndrom bei einer Empowerment Schulung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zu Gast und hat die Teilnehmer*innen mit ihrer Art und ihrem Wirken nachhaltig beeindruckt. Damals machte sie deutlich, dass Tanzen ganz viel mit Empowerment zu tun hat.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIn Supermärkten läuft oft Musik.

Es gibt immer wieder Lautsprecher-Durchsagen.

Und überall ist es bunt und hell.

Das ist zum Beispiel für autistische Menschen sehr herausfordernd.

Die Musik und das Licht sind zu hektisch.

Es sind zu viele Reize.

 

Jetzt testen 12 Supermärkte in der Schweiz die Stille Stunde.

Flagge der SchweizZürich: Gerade autistische Menschen werden oft von der Masse der akustischen und visuellen Reize überwältigt und besonders herausgefordert. Aber die Berichte über eine stille Stunde in schweizerischen Supermärkten dürften nicht nur für diesen Personenkreis eine Erleichterung beim oft ohnehin schon sehr hektischen Einkauf bieten. Das NETZWERK ARTIKEL 3 betrachtet die Initiative schweizerischer Supermärkte für eine stille Stunde zum Einkauf auf jeden Fall als gute Nachricht zur Inklusion, weil damit auf unterschiedliche Bedürfnisse beim Einkauf eingegangen wird.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden waren schon oft in Nord-Amerika und Australien.

Dort waren sie in vielen National-Parks.

 

Am 21. Januar 2022 erzählen sie uns davon:

Wie kann man die Natur gut barriere-frei erleben.

21. Januar 2022 im Kalender markiertBerlin: In einer Online-Veranstaltung geht es am 21. Januar 2022 von 16:30 bis 17:30 Uhr um „Gute Nachrichten zum barrierefreien Naturerleben“. Gemeinsam mit Sascha Lang von IGEL Media Podcast, der mittlerweile über 35 Episoden des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) herausgegeben hat, und mit den freien Journalist*innen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden, die sich seit vielen Jahren für barrierefreies Naturerleben stark machen, lädt der Koordinator des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“, Ottmar Miles-Paul, zu der Veranstaltung via Zoom ein. Aus der Veranstaltung, die aufgezeichnet wird, entwickelt Sascha Lang dann eine neue Episode des IGEL-Podcast.

Petra Willich liest Braille auf der Adventskalenderwurst
Petra Willich

Kassel: Für Petra Willich, die bei der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) des Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) in Kassel arbeitet, war es eine besondere Überraschung als sie von einem Kollegen aus dem Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) einen äusserst kreativen und barrierefreien Adventskalender überreicht bekam: eine Salami mit Braillebeschriftung der 24 Tage, an denen jeweils ein kleines Stück Salami in der Adventszeit abgeschnitten werden kann. Bei Jennifer Sonntag aus Halle war es eine Schachtel Pralinen mit Braillebeschriftung, die ihr Herz erwärmte. Beide sind sich einig darin, dass sich Inklusion auch durch solche vermeintlich kleine barrierefreie Aufmerksamkeiten zeigt.

ZsL Kassel mit Transparent Kassel: Den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember haben einige Aktive aus dem Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen zum Anlass genommen, um auf die Entwicklungen der Behindertenpolitik- und bewegung der letzten 30 Jahre zurückzublicken. Dabei standen besonders auch die Entwicklungen, die sich während dieser Zeit in Kassel vollzogen haben, im Mittelpunkt und gab es auch einige gute Nachrichten zur Inklusion.

Daniel Bastert kennt das Leben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

 

Und er kennt das Leben außerhalb der Werkstatt:

Seit 9 Jahren arbeitet er auf dem ersten Arbeits-Markt.

 

Heute sagt er: „Seitdem bin ich ein anderer Mensch. Ich habe für mich Berge versetzt.“

Daniel Bastert fährt Gabelstabler - Foto: Michael Kalthoff-Mahnke
Daniel Bastert

Ense: Für Daniel Bastert gibt es ein Leben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung – und eines danach. Vor neun Jahren erhielt er die Chance, in ein Wirtschaftsunternehmen zu wechseln. Bereut hat er diesen Schritt nicht. Im Gegenteil. "Seitdem bin ich ein anderer Mensch“, wird er in einem Bericht von Michael Kalthoff-Mahnke vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben im Regierungsbezirk Arnsberg zitiert. Daniel Bastert rät daher anderen Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt arbeiten, sich ebenfalls auszuprobieren. Das Beispiel von Daniel Bastert betrachtet das NETZWERK ARTIKEL 3 als eine gute Nachricht zur Inklusion und veröffentlicht im Folgenden den Bericht von Michael Kalthoff-Mahnke.

Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki

Kassel: Dass behinderte Menschen als Abgeordnete im Bundestag noch viel zu wenig präsent sind, wird immer wieder kritisiert. Aber auch in den Büros der Abgeordneten ist die Beschäftigung behinderter Menschen noch eher eine Ausnahme. Dass dies auch anders geht, konnte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion", Ottmar Miles-Paul, bei der Einweihung des Wahlkreisbüros des neu in den Bundestag gewählten Abgeordneten der Grünen, Boris Mijatovic, in Kassel erleben. Mit Maria Stafyllaraki arbeitet dort nun auch eine engagierte Rollstuhlnutzerin im Team, der durch die Beschäftigung neue berufliche Perspektiven und Erfahrungen geboten werden.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; S. GöbelManchmal wird aus einer schlechten Erfahrung eine gute Nachricht zur Inklusion.

So ist es Jennifer Sonntag aus Halle ergangen.

 

Sie verbrachte im Oktober mit ihrer Familie ein Wochenende im Hotel.

Aber das Hotel-Personal fordert sie immer wieder auf: Sie und ihr Blinden-Führhund Paul sollten das Hotel-Restaurant verlassen.

Inzwischen hat sich das Hotel bei ihr entschuldigt.

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul auf Treppe sitzend
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul

Halle: Wie aus einer schlechten Erfahrung eine gute Nachricht werden kann, das hat Jennifer Sonntag aus Halle erlebt und mit Hilfe der beim Bundesbehindertenbeauftragten angesiedelten Schlichtungsstelle und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erreicht. Nachdem die kobinet-nachrichten am 25. Oktober 2021 bezugnehmend auf den Facebookeintrag von Jennifer Sonntag einen Bericht mit der Schlagzeile "Kein Abendessen mit Führhund im Hotelrestaurant" veröffentlicht hatten, kann Jennifer Sonntag nun vermelden: "Hotelpersonal sieht ein, Assistenzhund darf rein!"

Teile der Fotoausstellung, dazwischen ein documenta-Kunstwerk auf dem steht: Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt; S. Göbel

Kassel: Treppenstraße, Sonntag-Morgen, kurz nach 10 Uhr in Kassel:

Menschen kommen auf ihrem Weg in die Stadt eher zufällig an einer Foto-Ausstellung vorbei.

Sie bleiben stehen.

Neugierig nähern sie sich den Metall-Rahmen mit den Fotos.

Viele nehmen sich Zeit und betrachten die ausdrucks-starken Fotos in Ruhe.

Sie lesen die Texte dazu.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; S. GöbelAm 18. Oktober 2021 hat sich ein neuer Verein gegründet:

die Autismus Selbstvertretung Bayern.

 

Das war ein Traum von Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem.

Denn: Damit haben sich autistische Menschen in Bayern zusammen-geschlossen.

Und autistische Erwachsene vertreten sich selbst.

Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem Perspektivwechsel - Bottom-up headfirst  © Silke Wanninger-Bachem
Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem

Regensburg/Mallersdorf-Pfaffenberg: Als Anke Kidan aus Regensburg vor einigen Jahren zusammen mit Silke Wanninger-Bachem aus Mallersdorf-Pfaffenberg an einem Schulungskurs für zukünftige Führungskräfte in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen in Berlin teilgenommen hatte, war es für sie noch ein Traum, dass sich autistische Menschen in Bayern landesweit zusammenschließen. Mittlerweile wirken Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem im Vorstand des am 18. Oktober 2021 gegründeten Vereins Autismus Selbstvertretung Bayern mit. Die Verwirklichung dieses Traums betrachtet das NETZWERK ARTIKEL 3 als eine gute Nachricht zur Inklusion.

Bild von der Aktion für kontrastreiche Poller am 7. Juni 2021 in KasselKassel: "Mühlen mahlen in der Politik meist sehr langsam", heißt es oft. Das dies nicht immer so sein muss, zeigt ein aktuelles Beispiel in Kassel. Am 7. Juni 2021 hatten Selbstvertretungsorganisationen wie der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) und der Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) mit einer Aktion zum Sehbehindertentag auf die schlechte Sichtbarkeit und die Gefahren vieler meist grauer Poller für sehbehinderte Menschen aufmerksam gemacht, indem sie den Pollern gestrickte rot-weiße Pudelmützen aufsetzten. Am 8. November - also gerade einmal fünf Monate später - hat die Kasseler Stadtverordnetenversammlung einen Antrag verabschiedet, um diesem Zustand zukünftig Abhilfe zu verschaffen. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies eine gute Nachricht zur Inklusion.

Dennis Sonne und Henrik Mertsns beim Training
Dennis Sonne und Henrik Mertens

Lüdinghausen: Dennis Sonne aus Lüdinghausen hat vor kurzem auf seiner Facebookseite geschrieben: "Leute ich bin richtig stolz! In Lüdinghausen konnten mein Kumpel Henrik Mertens und ich richtig was bewegen. Wir haben vor ein paar Monaten an der Realisierung eines "inklusiven Calisthenics-Park" mitgewirkt. Henrik hat als erfahrener Sportler und Physiotherapeut die medizinischen Aspekte in die Planung einbezogen. Ich habe als erfahrener Inklusionsaktivist auf die inklusiven Elemente geachtet. Nach vielen Beratungsterminen mit der Stadt Lüdinghausen und dem Architekten haben wir einen tollen Plan entworfen, wie der Fitnesspark aussehen wird. Und nun ist er endlich fertig!" Dieser guten Nachrichten zur Inklusion ist Ottmar Miles-Paul nachgegangen und hat folgendes Interview mit Dennis Sonne geführt:

Einweihung des E-Taxi-Stands Foto: Berndt RytlewskiHamburg: Dass Klimaschutz und Barrierefreiheit gut miteinander verbunden werden können, das macht ein gutes Beispiel aus Hamburg deutlich. Die Hamburger Verkehrsbehörde hat am 4. November gemeinsam mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und Stromnetz Hamburg den ersten Stand für E-Taxis eröffnet. Der Stand ist mit einer Doppel-Schnell-Ladestation exklusiv für Taxen ausgestattet und dient als Ergänzung und Unterstützung des Projekts "Zukunftstaxi“. In dem Projekt fördert die Stadt Hamburg gemeinsam mit über 30 privaten und öffentlichen Partnern die Umstellung von Hamburgs Taxi-Flotte auf elektrische Antriebe. Passend zum ersten rein elektrischen Taxi-Stand haben auch die ersten beiden weitgehend barrierefreien und so genannten "London-Taxis“ in Hamburg ihren Betrieb aufgenommen.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit den 1990er-Jahren fordern behinderte Menschen:

Es müssen mehr behinderte Menschen in die Politik gewählt werden.

 

Das hat Stephanie Aeffner jetzt geschafft:

Sie ist seit Oktober neu im Deutschen Bundestag in Berlin.

Sie ist die erste Frau im Deutschen Bundestag, die einen Rollstuhl benutzt.

Stephanie Aeffner am Mikrofon
Stephanie Aeffner

Berlin: Bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrtausends haben behinderte Menschen die Forderung "Behinderte Menschen in die Parlamente" erhoben. Daher ist es eine gute Nachricht zur Inklusion, dass es Stephanie Aeffner nun geschafft hat, als erste Frau, die einen Rollstuhl nutzt, Mitglied des Deutschen Bundestages zu werden. Dabei geht es für die bis zu ihrer Wahl als Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg tätige Badenerin als neu gewählte Abgeordnete gleich richtig los. Für die Grünen mischt sie in der Verhandlungs-Arbeitsgruppe 9, wo es um die Themen Sozialstaat, Grundsicherung und Rente bei den Koalitionsverhandlungen geht, mit. In dieser Arbeitsgruppe werden wohl auch die meisten behindertenpolitischen Maßnahmen der neuen Regierung beraten und die entsprechenden Weichen für die Legislaturperiode in diesem Bereich gestellt.

Sprachblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel

Am 3. November war die erste Online-Veranstaltung von dem Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Und die Teilnehmenden haben genau darüber gesprochen:

Das sind für sie gute Nachrichten zur Inklusion!

 

Sie haben auch überlegt:

Welche Ideen haben sie für andere gute Nachrichten zur Inklusion?

Logo des IGEL-PodcastBad Segeberg: Eine gute Nachricht zur Inklusion hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in eigener Sache zu vermelden. Das Experiment der Verbindung einer Online-Veranstaltung mit der Produktion eines Podcast ist nicht nur gelungen, sondern hat richtig Spaß gemacht. "Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?" So lautete der Titel einer Online-Veranstaltung, die das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen des neuen Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" am 3. November 2021 zusammen mit dem Macher des Podcast "Inklusion Ganz Einfach Leben" (IGEL), Sascha Lang, durchgeführt hat. Dabei kamen nicht nur viele Ideen für gute Nachrichten zur Inklusion zur Sprache, sondern die Veranstaltung steht nun auch als Podcast für all diejenigen, die nicht dabei sein konnten, zur Verfügung.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelMaria Lampe ist 22 Jahre alt.

Sie studiert an der Freien Universität in Berlin.

Außerdem arbeitet sie bei dem Berliner Verein Sozialhelden mit.

 

Maria Lampe interessiert sich sehr für die Sozialen Medien.

Soziale Medien sind besondere Internet-Seiten.
Durch Soziale Medien tauschen sich viele Menschen aus.

Marie Lampe - Foto: mdr
Marie Lampe

Berlin: Marie Lampe studiert deutsche Philologie mit dem Nebenfach Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der freien Universität Berlin und engagiert sich beim Berliner Verein Sozialhelden im Social Media Bereich. Am 17. Oktober 2021 wurde der knapp halbstündige Film "Außer sehen kann ich alles" im mdr-Magazin Selbstbestimmt über den bisherigen Lebensweg der 22jährigen blinden Studentin ausgestrahlt, der nach Ansicht des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" in vielerlei Hinsicht gute Nachrichten zur Inklusion enthält. Ottmar Miles-Paul führte nun mit Marie Lampe ein Interview über ihre Erfahrungen und Ziele, indem sie u.a. betont, dass sie froh ist, in ihrer Nachbarschaft so aufgewachsen zu sein.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDurch Straßennamen-Schilder weiß man in einer Stadt wo ist man.

Aber: Die meisten Schilder hängen viel zu weit oben.

Deshalb können viele sehbehinderten Menschen die Straßennamen nicht lesen.

 

Die gute Nachricht zur Inklusion kommt aus der Stadt Bad Segeberg:

Dort soll es in der Innenstadt bald Straßennamen-Schilder zum Tasten geben.

Tastbares StraßenschildBad Segeberg: Während Straßenschilder für gut sehende Menschen ganz selbstverständlich zum Stadtbild gehören und die Orientierung erheblich erleichtern, ist für sehbehinderte Menschen die Nichtlesbarkeit der Straßenschilder oft eine große Herausforderung, sich in der Stadt zurechtzufinden. Denn in der Regel werden Straßennamenschilder in einer Höhe von etwa 2,50 Metern montiert. Auf diese Entfernung können sehbehinderte Menschen die Buchstaben oft nicht entziffern. Die Stadt Bad Segeberg plant jetzt auf Initiative des Beirats für Menschen mit Behinderungen <https://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Behinderte-in-Segeberg-bekommen-diverse-Ansprechpartner> tastbare Straßennamensschilder in einer Höhe von etwa 1,30 Metern an die vorhandenen Masten mit den Straßennamen anbringen zu lassen. Auf diese gute Nachricht zur Inklusion hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), aufmerksam gemacht.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelWiesbaden ist die Landes-Hauptstadt von Hessen.
Von dort kommt diese gute Nachricht zur Inklusion.

 

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine besondere Urkunde bekommen.


Denn: Das Ministerium ist ein fahrrad-freundlicher Arbeit-Geber.

Bild von der Einweihung des E-Dreirads  - Foto: LB HessenWiesbaden: Im Februar 2021 wurde dem Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) als viertem Arbeitsgeber in Hessen das Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Gold verliehen. Ziel des Ministeriums ist es, mit fahrradfreundlichen Maßnahmen Anreize zum Umstieg der Beschäftigten auf das Rad zu schaffen. Während des Zertifizierungsprozesses hat die Schwerbehindertenvertretung (SBV) des HMUKLV erfolgreich angeregt, auch ein E-Dreirad für mobilitätseingeschränkte Mitarbeiter*innen anzuschaffen, wie die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen Rika Esser in ihrem Newsletter mitteilte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit dem 1. Oktober 2021 gibt es das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Jetzt bietet das Projekt seine erste Online-Veranstaltung an.

 

In der Veranstaltung geht es darum: Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?

Kalender 3. November 2021 - Foto: Pixabay
3. November 2021

Berlin: Nachdem das NETZWERK ARTIKEL 3 am 1. Oktober 2021 das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" gestartet hat, geht es in einer ersten Online-Veranstaltung des neuen Projektes um die Frage "Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?" Gemeinsam mit Sascha Lang, der mittlerweile über 25 Episoden des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) herausgegeben hat, und mit weiteren Gästen, die sich über ihre Vorstellungen von Inklusion und guten Nachrichten dazu äussern, lädt der Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul zu der Online-Veranstaltung via Zoom am 3. November 2021 von 17:00 bis 18:00 Uhr ein. Aus der Veranstaltung, die aufgezeichnet wird, entwickelt Sascha Lang eine neue Episode des IGEL-Podcast.

Dr. Sigrid Arnade - Foto: H.-Günter Heiden
Dr. Sigrid Arnade

Berlin: Dr. Sigrid Arnade engagiert sich zusammen mit ihrem Mann Hans-Günter Heiden schon seit 1999 für mehr barrierefreies Naturerleben. Unter anderem waren die beiden an der Konzeption und Realisierung des Wilden Kermeters und des Wilden Weges im Nationalpark Eifel beteiligt, den diese als vorbildliches Beispiel für die Realisierung von Barrierefreiheit schätzen. Kürzlich besuchte Dr. Sigrid Arnade wieder die Eifel und dieses Mal auch die Burg Vogelsang. Dabei war sie irritiert, dass sie als Rollstuhlnutzerin die gleichen Parkgebühren bezahlen musste, wie Fußgänger*innen und eine Ausschilderung zu den Behindertenparkplätzen fehlte. Nach einer Mail an die Verantwortlichen, kam eine schnelle positive Rückmeldung, die für Dr. Sigrid Arnade eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt, denn allzuoft würden solche Rückmeldungen ignoriert oder auf die lange Bank geschoben.

Besichtigung des rheinland-pfälzischen Landtags vor dem Tastmodell - Copyright Landtag Rheinland-PfalzMainz: Die Arbeitsgruppe "Barrierefreiheit" des rheinland-pfälzischen Landesteilhabebeirats hat sich kurz nach der offiziellen Eröffnung des sanierten Landtags von Rheinland-Pfalz bei einem Rundgang durch das Deutschhaus einen Überblick über die umgesetzten Maßnahmen verschafft. In einem Gespräch mit Landtagspräsident Hendrik Hering übermittelte die Arbeitsgruppe ihre Eindrücke und weitere Verbesserungsvorschläge. Die "AG Barrierefreiheit" hatte die nachhaltige Sanierung des Deutschhauses fachlich von Beginn an begleitet. Ziel dieser Arbeitsgruppe war es, bereits in der Planungsphase die Belange von Menschen mit Behinderungen einzubringen, bauliche und räumliche Hürden von Beginn an zu erkennen und Lösungsvorschläge für einen möglichst barrierefreien Landtag zu unterbreiten. Da die Sanierung des Landtags beispielhaft zeigt, wie Barrierefreiheit und Denkmalschutz in einem partizipativen Prozess in Einklang gebracht werden kann, erachtet dies das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen seines Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" als gutes Beispiel.

Skulptur von Marc Quinn von der nackten, hochschwangeren, schwerbehinderten Alison LapperMemmingen: In einer kleinen Ausstellung zeigt die Kunsthalle Memmingen seit dem 12. Juni bis noch zum 1. November 2021 die Auseinandersetzung von sieben Künstlerinnen und Künstlern mit dem Thema des nicht perfekten Körpers in einer auf Perfektionismus ausgelegten Welt. So ist dort unter anderem die in England stark diskutierte Skulptur des britischen Bildhauers Marc Quinn zu sehen, die dieser von der nackten, hochschwangeren, schwerbehinderten Alison Lapper angefertigt und Anfang 2000 auf Londons prominentestem Platz, dem Trafalgar Square, ausgestellt hatte. Auf diese gute Nachricht zur Inklusion hat Prof. Dr. Gisela Hermes hingewiesen, die die Ausstellung besucht hat.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel
Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt

Diese gute Nachricht zur Inklusion kommt aus London in England:


George Webster wird bald für das Kinder-Fernsehen CBeebies arbeiten.

George Webster
George Webster - CBeebies BBC

London: Der britische Sender BBC hat mit dem Schauspieler George Webster erstmals einen Moderator mit Down-Syndrom engagiert. Über diese gute Nachricht zur Inklusion berichten der Online-Nachrichtendienst BIZEPS und n-tv. Für das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies allemal eine Meldung wert, denn immer noch gibt es viel zu wenige behinderte Menschen, die das Mediengeschehen mitbestimmen bzw. mitgestalten. Und Menschen mit Lernschwierigkeiten, wie beispielsweise mit Down Syndrom, sind bisher kaum in den Medien vertreten.

Sprech-Blase Einfach erklärt; Susanne GöbelAm 1. Oktober 2021 geht das neue Projekt vom NETZWERK ARTIKEL 3 los.

 

Das Projekt heißt:
Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt mit Geld.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion von Marleen SoetandiBerlin: Dank der Förderung durch die Aktion Mensch kann zum 1. Oktober 2021 das neue Projekt des NETZWERK ARTIKEL 3 mit dem Titel "Gute Nachrichten zur Inklusion" an den Start gehen. "Dabei ist der Name Programm, denn Schwerpunkt des Projektes ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", wie Dr. Sigrid Arnade vom Vorstand des NETZWERK ARTIKEL 3 mitteilte. Mit dem Projekt will das NETZWERK ARTIKEL 3 neben seinen anderen Aktivitäten zur Gleichstellung behinderter Menschen einerseits gute Entwicklungen aufzeigen. Anderseits sollen die guten Nachrichten zur Inklusion und die damit verbundenen Schulungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen, wie der Koordinator des Projektes, Ottmar Miles-Paul, betont.