Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion Copyright: Marleen Soetandi

Logo der Vereinten NationenMarburg: Das Spektrum reicht von Volkshochschulkursen für gehörlose Menschen, über Behinderten-Toiletten in der Gastronomie, bis zur Gestaltung von inklusiven Spielplätzen. Dass die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg nun den Marburger Aktionsplan 2022 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen hat, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. Gerade vor Ort ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sehr wichtig. Seit Oktober 2022 gibt es zudem ein neues Forschungsprojekt mit dem Titel "UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“. Damit soll systematisch untersucht werden, in welcher Weise Kommunen bundesweit aktiv geworden sind, um ein inklusives Gemeinwesen zu entwickeln, und welche Rolle partizipative Planungs- und Arbeitsstrukturen dabei spielen.

Daumen hochBerlin: "Bundesinitiative Barrierefreiheit - Deutschland wird barrierefrei", so lautet die Überschrift der Eckpunkte, die das Bundeskabinett am 30. November 2022 beschlossen hat. Mit diesem Beschluss der Ministerinnen und Minister sollen die im Koalitionsvertrag verankerten Vorhaben in Sachen Barrierefreiheit nun gezielt vorangebracht werden. Dass es darin heißt, "Barrieren sollen systematisch abgebaut werden, auch im digitalen Raum. Dazu gehört unter anderem, dass private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen innerhalb einer angemessenen Übergangsfrist zum Abbau von Barrieren verpflichtet werden sollen, oder, sofern dies nicht möglich oder zumutbar ist, zum Ergreifen angemessener Vorkehrungen", das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Marleen Soetandi mit Assistentin Nicola Venera Manitta beim MalenKassel: Marleen Soetandi wollte schon immer einmal auf eine größere Leinwand malen, auch ohne selbst den Pinsel benutzen zu können. Diesen Traum hat die Künstlerin aus der Nähe von Kassel mittlerweile nicht nur verwirklicht. Marleen Soetandi wirkte mit ihrer Idee, ein Bild auf einer Leinwand mit einem Laserpointer und Unterstützung durch sechs verschiedene Assistent*innen anzufertigen, sogar bei einem Projekt im Rahmen der documenta fifteen in Kassel mit. Ein bei der documenta begonnenes Bild mit der Größe von 3,35 m x 1,50 m hat Marleen Soetandi nun mit Hilfe der freiberuflichen Kunstvermittlerin Nicola V. Manitta im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen fertiggestellt. Nicht nur die Idee, die im Rahmen der Aktivitäten eines Künstlerkollektivs bei der documenta im Sommer 2022 angepackt wurde, sondern auch die Kreativität der jungen Künstlerin, die sonst ihre Bilder am Bildschirm erstellt, sind für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Logo: Budget für Arbeit nutzenBerlin: Es gibt Landstriche in Deutschland, in denen noch gar keine behinderten Menschen im Rahmen eines Budgets für Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden. Es gibt auch viele Organisationen und Einrichtungen in der Behindertenarbeit und -politik, für die diese seit 2018 bestehende Möglichkeit für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Buch mit sieben Siegeln ist. Dass dies bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) nicht so ist, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. Die Selbstvertretungsorganisation hat nicht nur kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes eine erste Person im Rahmen des Budgets für Arbeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nun konnte die Bundesgeschäftsstelle der ISL mit Thomas Koritz sogar einer zweiten Person mit Hilfe des Budgets für Arbeit einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bieten.

Maren Grübnau mit Mikrofon auf dem Rasen im Stadion von Schalke 04 - Foto: Schalke 04Gelsenkirchen: Seit 21 Jahren gibt es auf Schalke schon Reportagen für blinde und sehbehinderte Menschen, damit diese den Spielverlauf und das Geschehen im Stadion per Kopfhörer gleichberechtigt verfolgen können. Maren Grübnau ist mittlerweile seit elf Jahren ehrenamtlich im Team der Blindenreporter dabei. Als Teamleiterin sorgt sie zusammen mit ihrem Team dafür, dass alles glatt läuft und auf Schalke ein weiteres Stück Inklusion gelebt wird. Während die Reportagen sonst im Hintergrund erfolgen, wurden diese beim letzten Bundesliga-Heimspiel von Schalke 04 in diesem Jahr gegen Bayern München in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist es eine gute Nachricht zur Inklusion, dass Maren Grübnau und ihr Blindenreporter-Team sieben Minuten lang die Chance hatten, ihr Wirken vor einer beeindruckenden Kulisse mitten auf dem Rasen vorzustellen. Maren Grübnau konnte dabei auch für Inklusion werben und deutlich machen, wie wichtig diese auf Schalke und im Fußball generell ist.

FragezeichenPfaffenhofen: "5 Fragen zur Inklusion", so lautet der Titel einer Interviewreihe, die die ergänzende unbabhängige Teilhabegeratungssstelle (EUTB) der Oberbayerischen Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener (OSPE) in Pfaffenhofen gestartet hat. Mit den bisher veröffentlichten acht Interviews mit ganz unterschiedlichen Akteur*innen aus der Region bietet die Interviewreihe mittlerweile einen guten Fundus darüber, was den einzelnen Akteur*innen in Sachen Inklusion wichtig ist. Die Tatsache, dass damit mehr Menschen mit dem Thema Inklusion konfrontiert und eingebunden werden, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Logo des LVRKöln: Anträge zu stellen, ist für viele Menschen kompliziert und aufwändig. Vor allem dann, wenn man deshalb extra auf's Amt muss oder diese schriftlich per Post schicken muss. Blinde Menschen und Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung können nun ihren Antrag auf finanziellen Nachteilsausgleich online und barrierefrei beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellen, wenn sie in dessen Zuständigkeitsbereich wohnen. Der Antrag auf Blindengeld beziehungsweise die Hilfe für Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung gehört zu den ersten Services, die der LVR im Rahmen des Umsetzungsprogramms zum bundesweiten Onlinezugangsgesetz auf seinem Portal www.beratungskompass.lvr.de über den Menüpunkt "Anträge“ zur Verfügung stellt. Diese Möglichkeit der digitalen Antragstellung ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Daumen hoch - Foto: Irina TischerOttersberg: Der 21-Jährige Erik Bernsen gehört zu den drei Bremer Studierenden mit Lernbeeinträchtigung, die zum aktuellen Wintersemester ein Studium an der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) in Ottersberg begonnen haben. Ein entsprechender Bericht des Weserkurier in seiner E-Paper-Ausgabe weist auf diese neue Möglichkeit hin, die für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion ist.

Deckblatt: Inklusionsbarometer Mobilität - Foto: Aktion MenschBonn: Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist die Mobilität in Deutschland immer noch stark eingeschränkt. Sie haben weniger oder schlechtere Möglichkeiten, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, als Menschen ohne Beeinträchtigungen. Das sind zentrale Ergebnisse des Inklusionsbarometers Mobilität der Aktion Mensch, das erstmals einen repräsentativen Überblick über den Stand der inklusiven Mobilität in Deutschland liefert. Die Studie, die am 2. November 2022 im Rahmen einer Onlineveranstaltung vorgestellt wurde, vergleicht das Mobilitätsverhalten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung und zeigt, dass immer noch zahlreiche Barrieren die Zugänglichkeit erschweren: Defekte Fahrstühle, schlechter Straßenbelag, fehlende Schilder, schlecht lesbare Fahrpläne, unübersichtliche Apps oder komplizierte Fahrkarten-Automaten – die Beispiele sind vielfältig. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist es nicht nur eine gute Nachricht zur Inklusion, dass das Inklusionsbarometer Mobilität nun erschienen ist, sondern vor allem auch, weil dieses in einem partizipativen Forschungsansatz erarbeitet wurde.

InfozeichenWorms: Vor kurzem konnte der Wormser Hauptfriedhof sein 120jähriges Bestehen begehen. 27 Hektar groß und mit knapp 18.000 Gräbern zählt der Wormser Hauptfriedhof mit seiner parkartigen Anlage zu einem der schönsten Friedhöfe der Region. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass auf dem Wormser Hauptfriedhof seit einigen Jahren behinderte mit nicht-behinderten Menschen zusammenarbeiten und gemeinsam den Integrationsbetrieb Friedhof der Stadt betreiben. Dieses Modell stellt für das NETZWERK Artikel 3 eine gute Nachricht zur Inklusion dar, das hoffentlich viele Nachahmer*innen findet.

Gruppenbild der Bustester*innenKassel: Wer kennt das nicht? Man ist neu in einer Stadt oder in einer Gegend, in der man noch nie mit dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs war. Und ausgerechnet dann gibt es keine Haltestellendurchsagen bzw. sind diese nicht verständlich. Da kann der Anlass der Reise noch so schön sein. Wenn die Unsicherheit steigt, ob man die richtige Haltestelle zum Aussteigen erwischt, kann die Fahrt leicht zum Stress werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen sind solche verunsichernde Situationen bei der Nutzung von Bussen und Bahnen Alltag, denn sie sind verstärkt auf gute und verständliche Informationen angewiesen. In Kassel haben sich nun Vertreter*innen von Behindertenorganisationen und Verantwortliche der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) und des Nordhessischen VerkehrsVerbunds (NVV) getroffen, um die Barrierefreiheit bei Durchsagen in Bussen und Bahnen zu verbessern. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIn Halle gibt es einen inklusiven Kultur-Stammtisch.

In der Gruppe dreht sich alles
um Kultur.

Und um Barriere-Freiheit.

 

 

Die Gruppe prüft zum Beispiel Kultur-Einrichtungen
in Halle.

Wie barrierefrei sind die Orte?

 

Jennifer Sonntag berichtet auf ihrer facebook-Seite über ihre Erfahrungen.

Jennifer Sonntag ertastet ein KunstwerkHalle: "Unser inklusiver Kulturstammtisch war diesmal zu Besuch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und checken die verschiedenen Kultureinrichtungen unserer Stadt gemeinsam auf Barrierefreiheit. Das Kunstmuseum Moritzburg war nach dem Stadtmuseum, dem Opernhaus und dem Luchs-Kino nun unsere 4. Station." Über diese Initiative aus Halle, die für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt, berichtet die Inklusionsbotschafterin und Journalistin Jennifer Sonntag aus Halle.

Logo: OhrfunkBad Segeberg: Die guten Nachrichten zur Inklusion finden gut ein Jahr nach Start des von der Aktion Mensch geförderten Projektes mittlerweile an vielen Stellen Verbreitung. Nun gibt es die "gute Nachricht zur Inklusion der Woche", die jeweils freitags von 18:05 bis 20:00 Uhr im Online-Radio Ohrfunk im Rahmen der von Sascha Lang moderierten IGEL-Show (Inklusion Ganz Einfach Leben) ausgestrahlt wird. Die IGEL-Show und damit die gute Nachricht zur Inklusion der Woche wird jeweils samstags ab 12:05 Uhr im Ohrfunk wiederholt.

Sabine LohnerFrankfurt am Main: Am 9. September 2022 berichtete das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" über die Bücherwurm WhatsApp-Gruppe, die von Sabine Lohner seit über zwei Jahren koordiniert wird. Nun führt Sabine Lohner zusammen mit der Autorin Marie Gamillscheg am 20. Oktober von 19:30 Uhr bis 21:00 bei der Frankfurter Buchmesse in der Orangerie im Günthersburgpark eine gemeinsame Lesung aus Gamillschegs aktuellem Buch "Aufruhr der Meerestiere“ (Luchterhand Verlag) im Dunkeln durch. Die Lesung steht unter dem Motto: "Reading in the Dark - Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere". Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie Lesen ohne zu sehen funktioniert und welche unterschiedlichen Zugänge zu Büchern es für blinde und sehbehinderte Menschen gibt.

Kevin Kleiber in MexikoLöhnberg: Rund 460 Projekte und Personen haben die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis zu erhalten. Ein Projekt, das für den Publikumspreis vorgeschlagen wurde, ist das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team mit dem Titel "Mobilität beginnt im Kopf". Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" führte mit Kevin Kleiber, der selbst einen Rollstuhl nutzt und einen Auslands-Freiwilligendienst mit Unterstützung des in Essen ansässigen Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenhang (bezev) absolviert hat, folgendes Interview. Noch bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis und damit auch für das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team abgestimmt werden.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDas Buch ist am 4. Oktober 2022 im Verlag KNAUR erschienen.

 

In den letzten Tagen hat Natalie Dedreux ihr Buch vorgestellt.

 

In dem Buch schildert Natalie Detreux ihre Gedanken zu verschiedenen Themen.

Sie zeigt: Menschen mit Down-Syndrom haben ein cooles Leben.

 

Das NETZWERK ARTIKEL 3 findet:

Das ist eine gute Nachricht zur Inklusion.

Buchcover: Mein Leben ist doch cool: KnaurKöln: "Mein Leben ist doch cool", so lautet der Titel des Buches von Natalie Dedreux, das am 4. Oktober 2022 im Verlag Droemer Knaur erschienen ist. Nachdem die junge Frau am 7. Oktober im Kölner Treff des WDR schon einige Takte zu ihrem neuen Buch sagen konnte, fand am Montag, den 10. Oktober im KairosBlue in Köln die Buchpremiere mit Natalie Dedreux und ihrem Assistenten Wenzel Rehbach statt. 2017 hatte Natalie Dedreux in der Wahlarena zu Angela Merkel u.a. gesagt: "Frau Merkel: Neun von zehn Babys mit Down Syndrom werden in Deutschland nicht geboren. Sie werden abgetrieben. Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben." In ihrem neuen 240 Seiten starken Buch schildert Natalie Dedreux ihre Gedanken zu verschiedenen Themen aus ihrer Sicht. Sie zeigt, dass Menschen mit Down Syndrom ein cooles Leben haben. Dass die junge Frau nun ein Buch veröffentlicht hat, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Constantin GroschHameln: Seit vielen Jahren ist Constantin Grosch nicht nur eine treibende Kraft der Behindertenbewegung, sondern auch kommunalpolitisch für die SPD in Hameln aktiv. Grund genug, warum viele immer wieder sagten, dass er doch für den Bundestag oder Landtag kandidieren soll, um die Interessen behinderter Menschen auf Bundes- oder Landesebene besser vertreten zu können. Bei der gestrigen Landtagswahl in Niedersachsen hat es Constantin Grosch nun geschafft. Er trat nicht nur als Kandidat der SPD für das Direktmandat im Wahlkreis Hameln/Rinteln an, sondern konnte die Wahl nun auch für sich entscheiden. Constantin Grosch wird also in den nächsten niedersächsischen Landtag als Abgeordneter der SPD einziehen und gehört dann voraussichtlich einer rot-grünen Regierungsmehrheit an. Dies ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Logo: IGEL-PodcastBad Segeberg/Mainz/Kassel: Das auf vier Jahre angelegte und von der Aktion Mensch geförderte Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" konnte zum einjährigen Bestehen eine positive Bilanz ziehen. Der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, hat im Gespräch mit dem Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 und dem Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, nachgehakt. Welche guten Nachrichten zur Inklusion gibt es in diesen schwierigen Zeiten? Welchen Sinn macht es, darüber zu berichten? Und was können diese gute Nachrichten bewirken? Das sind nur einige Fragen, die die drei Gesprächspartner in dem nun erschienenen 30minütigen IGEL-Podcast erörtern.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion - Bild: Marleen SoetandiBerlin: Über 100 gute Nachrichten zur Inklusion wurden im letzten Jahr im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ vom Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter - NETZWERK ARTIKEL 3 – recherchiert und veröffentlicht. Nach dem ersten von insgesamt vier Projektjahren zog der Verein eine positive Zwischenbilanz des Projektes, das am 1. Oktober 2021 an den Start ging. "Bei dem Projekt ist der Name Programm, denn Schwerpunkt ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", teilte der Projektleiter Ottmar Miles-Paul mit. Mit dem Projekt will das NETZWERK ARTIKEL 3 gute Entwicklungen in Sachen Inklusion behinderter Menschen aufzeigen. Andererseits sollen die guten Nachrichten zur Inklusion und die damit verbundenen Schulungen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen.

Logo: Deutscher Hörfilmpreis 2022Berlin: Der Deutsche Hörfilmpreis 2022 wurde am Abend des 27. Septembers erstmals nach drei Jahren wieder in Präsenz im Rahmen einer festlichen Gala vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin vergeben. Kulturstaatsministerin Claudia Roth, seit vielen Jahren gern gesehener Gast bei der Preisverleihung und langjähriges Jurymitglied, freute sich über das zwanzigjährige Bestehen: "Der Deutsche Hörfilmpreis ist einer der wichtigsten, schönsten, bedeutendsten und politischsten Filmpreise, die es in unserem Land gibt“, wird sie in einer Presseinformation des DBSV zitiert. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurde auch auf die Erfolge und Meilensteine der vergangenen zwanzig Jahre zurückgeblickt und darauf hingewiesen, dass weiterhin großer Handlungsbedarf besteht. Dass es der Hörfilmpreis mittlerweile schon zum 20. Mal verliehen wird, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Kerstin Latzke und Hubertus Heil - Foto: Thomas RafalzykBerlin: Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat am 20. September Bürgerinnen und Bürgern geehrt, die auf seinen Vorschlag hin den vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr herausragendes soziales Engagement im Kampf gegen soziale Ausgrenzung erhielten. Kerstin Latzke aus Golzow, die sich als Guide in der Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie"-Morde in Brandenburg an der Havel engagiert, ist eine davon, die sich mit besonderem Engagement für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Für sie ist klar: "Die Taten von damals dürfen sich nicht wiederholen." Dass sie für ihr Wirken ausgezeichnet wurde, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Schild mit Hund mit Führgeschirr mit Aufschrift: Service Animal / Pet Relief AreaDetroit, USA: Wer eine Reise tut, der kann was erleben. So ging es auch Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 während seiner Reise in die USA. Kaum am Flughafen von Detroit angekommen, entdeckte er im Bereich der Gates zu den einzelnen Abflugsteigen eine Toilette für Assistenztiere. Dies ist für ihn vor allem auch deshalb eine gute Nachricht zur Inklusion, weil in Deutschland 2021 mit dem Teilhabestärkungsgesetz geregelt wurde, dass Assistenzhunde künftig überhaupt Zutritt zu typischerweise der Allgemeinheit zugänglichen Anlagen und Einrichtungen – auch wenn Hunde sonst verboten sind - haben sollen. Angekündigt wurde das stille Örtchen für Assistenztiere mit einem Schild mit der Aufschrift: "Service Animal / Pet Rielief Area".

Ines Helke und Hubertus Heil: Foto: Thomas RafalzykBerlin: "Unsere Demokratie braucht Menschen, die sie mit Leben füllen." So brachte es der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, auf den Punkt als er am 20. September Bürgerinnen und Bürgern ehrte, die auf seinen Vorschlag hin den vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr herausragendes soziales Engagement im Kampf gegen soziale Ausgrenzung erhielten. Ines Helke vom Gebärdenchor HandsUP aus Hamburg ist eine davon, die sich mit besonderem Engagement für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt.

Frau am Gästebuch-Terminal - Foto:  ConstantinUrbanFrankfurt am Main: Wie in jedem Museum, ist es auch im DIALOGMUSEUM in Frankfurt üblich, eine kleine Nachricht im Gästebuch hinterlassen zu können. Meistens liegt zu diesem Zweck ein Buch in der Nähe des Ausgangs. Hier kann man mit einem Stift auf dem Papier einige Zeilen hinterlassen. Doch dabei entsteht ein Problem für blinde und sehbehinderte Menschen. Es gestaltet sich schwierig handschriftlich Notizen zu machen oder die Kommentare der anderen Besucher*innen zu lesen. Ohne Hilfe ist das oft nicht möglich. Auch für blinde und sehbehinderte Guides, die gerne das Feedback zu ihren Führungen hören möchten, bieten herkömmliche Gästebücher keine Möglichkeiten das Geschriebene ohne Hilfe zu erfahren. Um dieses Problem zu lösen, hat das DIALOGMUSEUM gemeinsam mit MESO Digital Services ein barrierefreies Gästebuch entwickelt. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelBlinde und sehbehinderte Menschen brauchen barriere-freie Bücher.

Sie brauchen gute Infos dazu:

Welche Bücher gibt es überhaupt barriere-frei.

Und sie wünschen sich dazu Infos:

Welche Bücher sind gut.

 

Da hilft zum Beispiel die Gruppe Bücherwurm.

Das ist eine WhatsApp-Gruppe.

Sabine Lohner aus Frankfurt hat die Gruppe gestartet.

Logo: WhatsAppFrankfurt am Main: Auch wenn es seit vielen Jahren vielfältige Anstrengungen gibt, mehr Bücher für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei zugänglich zu machen, hält sich dieses Angebot im Vergleich zu den vielen bereits veröffentlichten und stetig neu erscheinenden Büchern immer noch in Grenzen. Daher ist es umso wichtiger, sich über vorhandene gute Hörbücher, in Brailleschrift übertragene Bücher sowie über E-Books zielgerichtet auszutauschen. Deshalb ist die Bücherwurmgruppe, die von der Frankfurterin Sabine Lohner vor über zwei Jahren als WhatsApp-Gruppe gestartet wurde, für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelOttmar Miles-Paul macht das Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“.

 

Am 3. September 2022 war er
auf der INKLUSIVA.
Das ist eine Inklusions-Messe in Mainz.

Ottmar Miles-Paul hat sich die Messe angeschaut.

Und er hat eine Arbeits-Gruppe angeboten:
Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Ottmar Miles-Paul hat auf der Messe eine Reihe
guter Beispiele für Inklusion gefunden.

Logo der INKLUSIVAMainz: Der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" hat bei der mittlerweile 4. Inklusionsmesse INKLUSIVA am 3. September 2022 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz einen Workshop zu guten Nachrichten zur Inklusion angeboten und dabei eine Reihe von guten Beispielen kennenlernen dürfen. Beim Messerundgang und bei den Veranstaltungen ist er aber auch auf eine Reihe weiterer guter Nachrichten gestoßen, zum Beispiel, wie die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann. 

Stephan Riedl und Irene Alberti - Foto: Nina TroiaDarmstadt: Beim Inklusiven Laufen melden sich Stephan Riedl und Irene Alberti zu normalen Läufen an. Dabei schiebt Stephan Riedl Irene Alberti in ihrem Rollstuhl; sie hilft tatkräftig mit, vor allem bei Steigungen. Normalerweise verkleidet Stephan Riedl sich dafür, um auf die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) aufmerksam zu machen. Beim Schnellen Heiner in diesem Jahr jedoch, der am 4. September 2022 in Darmstadt stattfand, trat er ohne Verkleidung an, denn diesmal gingen die beiden Berater*innen einen anstrengenderen Halbmarathon an. Die Strecke führte sowohl über Asphalt als auch über einen Waldweg, drei Runden mit etwas mehr als 7 Kilometern mussten bewältigt werden. Dass die beiden den Halbmarathon geschafft und dabei noch für die ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen geworben haben, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

E-Roller mitten auf dem Gehweg geparktBraunschweig: In Braunschweig gibt es ca. 2.000 Miet-E-Scooter von drei Anbietern. Durch falsch abgestellte E-Scooter kommt es immer wieder zu Behinderungen und Gefährdungen im Straßenverkehr, insbesondere für Fußgänger*innen und geh- oder sehbeeinträchtigte Menschen. Um diese Gefahren zu reduzieren, etabliert die Stadt Braunschweig deshalb nach erfolgreicher Erprobung der E-Scooter-Parkflächen am Bahnhofsvorplatz nun innerhalb der Okerumflut ein stationsgebundenes Park- und Verleihsystem. In diesem Bereich liegt die höchste Dichte und Nutzungsrate von E-Scootern vor. Diese Information von Aytekin Demirbas, der sich mit anderen für klare Abstellregelungen engagiert, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelLetztes Wochenende
hat Werder Bremen gegen
Borussia Dortmund geglänzt:
Sie haben in den letzten Minuten
3 Tore geschossen.

Damit haben sie das Fußball-Spiel gewonnen.

 

Heute glänzen die Werder-Spieler in ihrem Stadion
mit etwas anderem:
Die Spieler stellen sich mit Gebärden-Sprache vor.

Logo des SV Werder BremenBremen: Die Fußballer von Werder Bremen haben am vergangenen Wochenende durch ihren Sieg mit drei Toren in den letzten Minuten bei Borussia Dortmund geglänzt. Wenn diese heute am 28. August im Bremer Weser-Stadion gegen Eintracht Frankfurt antreten, glänzen diese auch damit, dass sie sich mit eigens für sie entwickelten Gebärden vorstellen. Mit einem Finger an der Oberlippe, einer flache Hand auf Höhe der Stirn oder einem angedeuteten Rauschebart: Die Werderaner Jens Stage, Marvin Ducksch, Oliver Burke und all ihre Teamkollegen gibt es bei Heimspielen des SV Werder Bremen in dieser Saison auch als Gebärden auf der Leinwand und in den sozialen Medien zu sehen. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDennis Sonne hat es geschafft:

Er wurde am 15. Mai in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt.

 

Dennis Sonntag setzt sich stark
für Inklusion ein.

Er wird in Zukunft der Sprecher für Inklusion
im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Er macht das für die Partei Bündnis 90 / Die Grünen.

Plakat mit Dennis SonneDüsseldorf: Dennis Sonne hat es geschafft, dass er bei der Landtagswahl am 15. Mai in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt wurde. Nun hat es der engagierte Rollstuhlnutzer auch geschafft, dass er zukünftig als Sprecher der nordrhein-westfälischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Inklusion fungieren kann. Bei der Fraktionsklausur erhielt er dafür das entsprechende Votum. Dennis Sonne, über dessen Engagement die guten Nachrichten zur Inklusion schon 2021 berichtet hatten, wird zukünftig in den Ausschüssen Schule und Bildung, sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales des nordrhein-westfälischen Landtags für die Grünen vertreten sein. Zudem ist er Obmann für den Unterausschuss der Landesliegenschaften.

Bild von Emine KalaliBerlin: Vor einem halben Jahr, hat der Krieg in der Ukraine mit dem Angriff Russlands auf das unabhängige Land begonnen. Seit dem 24. Februar 2022 sind auch viele Menschen in Deutschland bemüht, Menschen, die während dieses immer noch andauernden Krieges flüchten mussten und immer noch müssen, Hilfeleistungen zu bieten. Exemplarisch dafür hat Emine Kalali, die im von der Aktion Mensch geförderten Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) "Welcome All! Engagement und Unterstützung für geflüchtete behinderte Menschen und ihre Familien fördern und vernetzen" arbeitet, einen Zwischenbericht über die bisherige Arbeit veröffentlicht. Trotz aller Herausforderungen und Kritik an schwierigen Strukturen hierzulande ist es für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, dass von vielen Menschen eine solch große Hilfsbereitschaft gezeigt wurde und wird, wie auch zwei Interviews von Emine Kalali mit Helferinnen deutlich machen. Vor allem die Datenbank www.hilfsabfrage.de ist hierfür ein wichtiges Instrument.

Team der kobinet-nachrichtenBerlin: Seit über 20 Jahren veröffentlichen die kobinet-nachrichten mittlerweile tagesaktuelle Nachrichten zu Behindertenfragen im Internet auf https://kobinet-nachrichten.org. Seit einigen Jahren werden diese Nachrichten auch via Twitter und Facebook verbreitet. Der Online-Nachrichtendienst zu Behindertenfragen von behinderten für behinderte Menschen konnte nun am 19. August in Berlin sein 20jähriges Vereinsjubiläum feiern. In den 20 Jahren seit Gründung des Vereins Kooperation Behinderter im Internet (kobinet), dessen Kernbereich der Betrieb des Nachrichtendienstes ist, am 19. August 2002 wurden über 40.000 Nachrichten vom rein ehrenamtlich arbeitenden Team verbreitet. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Plakat für die VeranstaltungMainz: Wenn die mittlerweile schon vierte Inklusionsmesse INKLUSIVA am 2. September online und am 3. September 2022 in präsenz auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz stattfindet, dann ist dieses Mal auch das von der Aktion Mensch geförderte Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 mit dabei. Um gute Nachrichten zur Inklusion geht es beispielsweise in einer gemeinsam mit den kobinet-nachrichten durchgeführten Veranstaltung, die am 3. September von 13:00 bis 14:00 Uhr im Forum stattfindet und von Ottmar Miles-Paul moderiert wird.

Irmgard Badura und Jürgen Ganzmann bei der PräsentationErlangen: Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter Erlangen (ZsL) reagiert auf die globale Problematik des Klimawandels und präsentierte auf einer Pressekonferenz als möglichen innovativen Lösungsansatz die Idee eines grünen Multifunktionsparkhauses, das Inklusion und Nachhaltigkeit vereinen kann. Die Tatsache, dass damit auch verstärkt Organisationen von behinderten Menschen in diesem Bereich aktiv werden und Verantwortung übernehmen, betrachtet das NETZWERK ARTIKEL 3 als gute Nachricht zur Inklusion.

Logo der INKLUSIVA 2022Mainz: Seit Oktober 2021 berichtet das NETZWERK ARTIKEL 3 in einem von der Aktion Mensch geförderten Projekt über gute Nachrichten zur Inklusion. Nachdem bereits über 75 solcher Nachrichten veröffentlicht wurden, begibt sich der Koordinator des Projektes, Ottmar Miles-Paul, am 3. September im Rahmen einer Veranstaltung bei der Inklusionsmesse INKLUSIVA in Mainz auf die Suche nach weiteren guten Nachrichten zur Inklusion. Für diejenigen, die bei der Veranstaltung nicht dabei sein können, gibt es die Möglichkeit, vorab Informationen über gute Nachrichten zur Inklusion zu schicken, die in die Veranstaltung mit einfließen sollen.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelKatrin Gensecke macht seit vielen Jahren sehr viel in der Selbsthilfe von behinderten Menschen.

Und sie ist auch in der SPD aktiv.

 

Katrin Gensecke wurde vor über einem Jahr in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt.

 

Ottmar Miles-Paul hat mir ihr darüber gesprochen:

  • So geht es ihr als behinderter Frau im Landtag.
  • Das will sie für behinderte Menschen verändern.

Katrin GenseckeWolmirstedt: Die langjährig in der Selbsthilfe behinderter Menschen und in der SPD engagierte Katrin Gensecke hat vor gut einem Jahr den Sprung in den Landtag von Sachsen-Anhalt geschafft. Dort wirkt sie vor allem im sozialpolitischen Bereich und hat schon einige Initiativen mit angeschoben. Dass die Deutsche Presseagentur (dpa) einen ausführlichen Bericht über das Wirken der Landtagsabgeordneten verbreitet hat, der u.a. in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde, ist zudem eine gute Nachricht zur Inklusion, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 findet. Ottmar Miles-Paul führte mit Katrin Gensecke folgendes Interview, in dem sie u.a. darüber berichtet, wie sie als behinderter Mensch im Landtag angekommen ist und dass sie die ambulanten Angebote stärken will.

Logo: European Championship Munich 2022München: Mit den European Championships Munich 2022 empfängt München die größte Sportveranstaltung seit den Olympischen Sommerspielen 1972. Vom 11. bis 21. August 2022 kämpfen Europas beste Athlet*innen in den Sportarten Beachvolleyball, Kanu-Rennsport, Klettern, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Tischtennis, Triathlon und Turnen um die begehrten Goldmedaillen. "Wir wollen ein Event organisieren, das die Bedürfnisse verschiedenster Anspruchsgruppen berücksichtigt und alle willkommen heißt", heißt es auf der Website mit relevanten Informationen zum Thema Barrierefreiheit und der inklusiven Ausgestaltung der European Championships Munich 2022.

ParagrafenzeichenWien: Während behinderte Menschen sich hierzulande seit langem dafür einsetzen, dass umfassende Regelungen zur Barrierefreiheit in Restaurants und bei anderen öffentlichen und privaten Dienstleistungen und Produkten verabschiedet und umgesetzt werden, ist Österreich hier schon einige Schritte weiter. Ein aktuelles Urteil, das einem Kläger Schadenersatz für eine nicht barrierefreie Toilette in einem Wiener Restaurant zugestanden hat, gibt Hoffnung und stellt für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion dar.

Logo: Gute Nachrichten zur InklusionBremen: Im Mai 2022 besuchte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" verschiedene Akteur*innen in Bremen. Dabei sprach Ottmar Miles-Paul mit ihnen über ihre Aktivitäten. Herausgekommen sind einige Berichte und Interviews, die zeigen, dass in Bremen einiges in Bewegung ist, um Inklusion voranzubringen und die Teilhabe behinderter Menschen zu fördern. Im folgenden gibt's die Links zu den Berichten über gute Nachrichten zur Inklusion in Bremen:

Stand-Up_Paddling mit Rollstuhlnutzer*innen - Bild: Aktion MenschHannover: Auf Rädern übers Wasser - das ist jetzt bei der Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover 94 möglich. Das Stand-Up-Paddle-Board ist extra breit und hat besondere Vorrichtungen für die Befestigung von Rollstühlen. So können Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam sportlich aktiv sein und Teamgeist auf dem Wasser erleben. Der Bericht der Aktion Mensch, die das Projekt mit 5.000 Euro gefördert hat, passt nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 nicht nur gut zu den sommerlichen Temperaturen, sondern ist auch eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAuch kleine Dinge verändern etwas.

Damit Menschen etwas
gemeinsam tun.

Oder damit es für Menschen
leichter ist, dazu zu gehören und mitzumachen.

Und damit Menschen einfach Spaß haben.

 

Oft tun einzelne Menschen einfach etwas dafür.

Das hat Ottmar Miles-Paul jetzt entdeckt.

Vier Gewinnt am Waldrand in KniebisKniebis: Manchmal sind es vermeintlich kleine Dinge, die den Gemeinschaftssinn fördern können, Teilhabe erleichtern oder einfach nur Spaß machen. Und oft können einzelne Menschen dazu mehr beitragen, als man herkömmlich denkt. Auf eine solche vermeintlich kleine Sache ist der Koordinator des Projektes Gute Nachrichten zur Inklusion des NETZWERK ARTIKEL 3, Ottmar Miles-Paul, am Waldrand des Bergdorfes Kniebis im Landkreis Freudenstadt während seines Urlaubs gestoßen. Dass er dort am Rand einer Wiese auf zwei Bänke mit einem Tisch dazwischen gestoßen ist, auf dem ein Vier-Gewinnt-Spiel installiert ist, das zum Spielen für Spaziergänger einlädt, betrachtet er als gute Nachricht zur Inklusion. 

Kassandra Ruhm mit ihrem bunten LaptopBremen: Wenn man mit Kassandra Ruhm bei einem leckeren Kaffee und Kuchen zusammensitzt, wie dies Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion an einem sonnigen Sonntagnachmittag in Bremen erleben durften, dann spürt man förmlich die Energie, die sie in ihrem Wirken für eine vielfältige und bunte Gesellschaft ausstrahlt. Die in Bremen lebende lesbische Frau, die mit einem Rollstuhl, ihrem Handbike und vielen spannenden Ideen unterwegs ist, hat nicht zuletzt mit ihrer Poster-Ausstellung „bunt ist schöner“ viele Impulse für eine vielältige Gesellschaft gegeben. Besonders freut sich die Psychologin, wie zuletzt in ihrer Kolumne in "Die Neue Norm“ der Sozialhelden um Raul Krauthausen geschildert, wenn sie nicht auf ihre Behinderung reduziert wird, sondern wenn ihre umfassenden Erfahrungen zur Sprache kommen können.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel"Wolltest du schonmal ein Eis essen

und konntest die Karte nicht lesen?"

Das fragt die Aktion Mensch

in ihrem neuesten Rund-Brief.

 

Denn: Menschen mit Behinderung

stoßen immer wieder auf Hindernisse.

Zum Beispiel in Restaurants.

 

Anders im Eis-Café Dolomiti in Helmstedt.

Das Café hat jetzt eine Eis-Karte in Leichte Sprache.

Eiskarte in Leichter Sprache: Eiscafe Dolomiti Helmstedt - Foto: Aktion MenschHelmstedt: "Wolltest du schonmal ein Eis essen und konntest die Karte nicht lesen?" Dies fragt die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter. Menschen mit Behinderung stoßen im Alltag häufig auf solche Barrieren in Restaurants oder Geschäften. Dass das Eiscafé Dolomiti in Helmstedt nun als Unterstützung eine Eiskarte in Leichter Sprache mithilfe des Förderprogrammes #1BarriereWeniger der Aktion Mensch anbietet, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 gerade angesichts der Hitze im Land eine gute Nachricht zur Inklusion.

Flagge der UkraineBerlin: Allein schon der organisatorische Rahmen war beeindruckend, als sich die ca. 350 Teilnehmenden der Veranstaltung "Mit einer Behinderung in Deutschland: Was sind meine Rechte? Wo bekomme ich Hilfe?" zum Austausch für Menschen mit Behinderung aus der Ukraine am 22. Juni 2022 online trafen. Vor allem machten aber die enorm vielen Fragen und Berichte der Teilnehmenden der von Handicap International (HI) und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) organisierten Veranstaltung deutlich, wie hoch der Handlungsdruck für eine menschenrechtlich orientierte Unterstützung behinderter Geflüchteter ist. Nachdem die guten Nachrichten zur Inklusion bereits am 22. März 2022 über die Datenbank www.hilfsabfrage.de zur Vermittlung von Unterkünften und Beförderungsmöglichkeiten für behinderte Geflüchtete aus der Ukraine berichtet hatten, stellt diese Veranstaltung nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 ebenfalls eine gute Nachricht zur Inklusion dar.

Frau im Rollstuhl auf Welle - Schriftzug: Bremen: Dass eine inklusive Gesellschaft eine krisenfestere Gesellschaft ist, davon ist der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, überzeugt. Und darauf macht in Bremen derzeit eine große Plakatkampagne aufmerksam. An über 120 Großflächen sind die Plakate derzeit für 10 Tage in der Hansestadt verteilt zu sehen. Dass Studierende der Universität Bremen im Rahmen eines Seminars für den Landesbehindertenbeauftragten die entsprechende Plakatkampagne entwickelt und diese von ihm lanciert wurde, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Logo des IGEL-PodcastBad Segeberg / Bremen / Berlin / Bonn / Kassel: "Haben wir genügend Protestierende und ist der 3. Dezember wichtiger als der 5. Mai?" Dieser Frage gehen der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion mit ihren Gästen Sandra Vucovic von der Aktion Mensch, Alexander Ahrens von der ISL sowie Gerald Wagner und Florian Grams vom Bremer Behindertenparlament in der neuesten Ausgabe des IGEL-Podcast nach.

Jens Merkel bei der Feier zu 20 Jahre Persönliche AssistenzGrimma: "Heute habe ich die 20-Jahr-Feier meiner #assistenz nachgeholt. Man wie diie Zeit vergeht…… Es waren schöne 20 Jahre, aber jede dieser 20 einzelnen Jahre waren und SIND mit verdammt soviel Kampf verbunden. Warum muss das so sein? WIR WOLLEN NUR L E B E N!!!!" Dies berichtete Jens Merkel, der seit 20 Jahren mit Persönlicher Assistenz weitgehend selbstbestimmt lebt am 11. Juni 2022 auf Facebook. Die Tatsache, dass es der in Sachsen lebende Jens Merkel schon seit 20 Jahren geschafft hat, mit Persönlicher Assistenz zu leben und vor kurzem einen Erfolg in Sachen Urlaubsassistenz vor dem Bundessozialgericht erreichen konnte, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDas ist für blinde und sehbehinderte Menschen schwer:

Sie sehen Städte oder Gebäude
nicht oder nur schlecht.

 

 

Sie erkennen zum Beispiel nicht:

Wie sieht der Markt-Platz in einer Stadt aus?

Wie sieht eine Kirche aus?

 

Deshalb gibt es für blinde Menschen
und sehbehinderte Menschen Tast-Modelle.

Einweihung des Tastmodells - Foto BSK Baden-WürttembergBebenhausen: Für blinde und sehbehinderte Menschen ist es meist schwierig einen Überblick über ein Gelände oder Gebäude zu bekommen. Dafür wurden mittlerweile an einigen Orten Tastmodelle entwickelt, die nicht nur für diesen Personenkreis interessant sind und eine bessere Orientierung bieten. Gemeinsam mit der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, hat die baden-württembergische Finanzstaatssekretärin Gisela Splett Anfang Juni 2022 im Kloster und Schloss Bebenhausen ein neues Tastmodell eingeweiht. Dass die weitläufige Klosteranlage von Bebenhausen nun auch für blinde und sehbehinderte Menschen besser erfahrbar wird, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Job Speed-Dating in RegensburgRegensburg: Am 2. Juni hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit ihrem Mitgliedsverband Phönix und der Netzwerk-Initiative „Regensburg inklusiv“ das erste Job-Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Inklusiven Job-Messe im Regensburger Jahn-Stadion durchgeführt. Damit konnte der Anpfiff für weitere Job Speed-Datings gegeben werden. Mit 20 Bewerbern mit Behinderungen und 10 Arbeitgebern aus dem Raum Regensburg konnte somit das erste Job-Speed-Dating außerhalb von Berlin erfolgreich durchstarten, was für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt.

Logo: IGEL-PodcastBad Segeberg / Bremen / Berlin / Kassel / Bonn: Dass der Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen schon seit 30 Jahren um den 5. Mai herum begangen wird, darauf haben wir vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" schon in einem Bericht über eine entsprechende Broschüre zum Protesttag hingewiesen. Sascha Lang vom Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat den Rückblick auf die Behindertenpolitik im Monat Mai 2022 zusammen mit Ottmar Miles-Paul von den guten Nachrichten zur Inklusion genutzt, um mit einigen Gäste auf die durchgeführten Aktivitäten und Themen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen um den 5. Mai 2022 herum zu blicken. Mit dabei waren Sandra Vucovic von der Aktion Mensch, Alexander Ahrens von der ISL sowie Gerald Wagner und Florian Grams vom Bremer Behindertenparlament.

Inklusionskletterhalle Bad AiblingMünchen/Bad Aibling: Für die inklusiven Aktivitäten und die bundesweit erste Inklusionskletterhalle, die im Herbst 2022 eröffnet wird, wurde die Sektion des Stützpunkt Inntal e.V. des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Oberbayern von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf am 23. Mai bei einem Festakt in München mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2022 ausgezeichnet. "Dieser Preisträger hat sich Inklusion auf die Fahnen geschrieben. Die DAV Sektion Stützpunkt Inntal e.V. ist der erste Mitgliedsverein des Deutschen Alpenvereins mit Schwerpunkt Inklusion. Hier klettern Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite", teilte die bayerische Sozialministerin mit.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelEnde 2021 berichtete „Gute Nachrichten zur Inklusion“ darüber:

Neele Buchholz als Schauspielerin
in dem ARD-Film Eldorado KaDeWe.

 

Neele Buchholz arbeitet
als Schauspielerin und Tänzerin.

Sie arbeitet beim Verein tanzbar_bremen.

 

Am 16. Mai 2022 hat tanzbar_bremen
den Inklusions-Preis Bremen bekommen.

Performance von tanzbar_bremen - Foto: tanzbar_bremenBremen: Ende Dezember 2021 haben wir vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" uns darüber gefreut, dass Neele Buchholz im von der ARD ausgestrahlten Sechsteiler Eldorado KaDeWe eine wichtige Rolle hatte. Am 16. Mai 2022 wurde nun der Verein tanzbar_bremen, bei dem die Schauspielerin und Tänzerin Neele Buchholz mitwirkt, mit dem Inklusionspreis Bremen ausgezeichnet. Zum zweiten Mal wurden die Gewinner der "Blauen Rose“ gekürt. Ein Inklusionspreis, der von Special Olympics Bremen ins Leben gerufen wurde. Diese Auszeichnung erhalten Menschen und Vereine, die sich besonders für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung (im Sport) einsetzen. In diesem Jahr wurde diese besondere Ehre tanzbar_bremen zuteil. "Wir sind stolz, einen Preis als Gruppe zu bekommen. Denn das, was wir tun, funktioniert nur durch die Zusammenarbeit von allen“ sagt Corinna Mindt. Zusammen mit Adrian Wenzel nahm sie die "Blaue Rose“ im Bremer Rathaus entgegen.

Logo des IGEL-PodcastBad Segeberg: Es gibt viele Hilfsmittel, die behinderten Menschen das Leben erleichtern und mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Da gerade auch für blinde und sehbehinderte Menschen die Mobilität sehr wichtig ist, hat sich Sascha Lang umgehört und ist auf ein interessantes Hilfsmittel gestoßen. Unter dem Motto "Anlegen, Programmieren und führen lassen", geht es in der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) des Inklusators Sascha Lang daher um den Navigürtel von der Firma Feelspace. Dass dieser blinden und sehbehinderten Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität und Navigation bietet, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Wahlplakat von Dennis SonneLüdinghausen / Düsseldorf: "#SonneindenLandtag", u.a. mit diesem Slogan hat der Finanzwirt Dennis Sonne für seine Wahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen geworben. Nun hat der auch behindertenpolitisch sehr aktive Kommunalpolitiker aufgrund der Stimmenzuwächse von 11,8 Prozent der Grünen gerade noch den Sprung in den Landtag über die Landesliste geschafft. Dem neuen Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gehört zukünftig also auch ein Rollstuhlnutzer an, der zudem aller Voraussicht nach Mitglied einer Regierungsfraktion sein dürfte, weil die Grünen wahrscheinlich in der neuen Regierung mitwirken werden. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachrichten zur Inklusion, zumal das Wirken von Dennis Sonne für einen erfolgreichen Beteiligungsprozess für einen inklusiven Calisthenics-Park in Lüdinghausen eine der ersten guten Nachrichten zur Inklusion war, über die das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes berichtete.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion - Foto: Marleen SoetandiHamburg: Im März 2022 besuchte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" verschiedene Akteur*innen in Hamburg. Dabei sprach Ottmar Miles-Paul mit ihnen über ihre Aktivitäten. Herausgekommen sind einige Berichte und Interviews, die zeigen, dass in Hamburg einiges in Bewegung ist, um Inklusion voranzubringen und die Teilhabe behinderter Menschen zu fördern. Im folgenden gibt's die Links zu den Berichten über gute Nachrichten zur Inklusion in Hamburg:

Alsterdorfer Markt: Foto: Susanne GöbelHamburg: Ottmar Miles-Paul hat sich im Rahmen des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion", das er für das NETZWERK ARTIKEL 3 koordiniert, vor kurzem das Treiben auf dem Alsterdorfer Markt in Hamburg angeschaut. Mit Hanne Stiefvater vom Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf führte er im Anschluss daran ein Interview. Dabei geht es u.a. um die Entwicklung des ehemaligen Anstaltsgeländes hin zu einem ausgezeichneten Markt und offenen Gelände, wo zunehmend Inklusion gelebt wird.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel„Blind zum Bus“
ist ein inklusives Spiel.

Darum geht es bei dem Spiel:

Blind sein verstehen.

 

Das Spiel gehört
zur Woche des Sehens.

Die Woche des Sehens ist im Oktober 2022.

Aber das Spiel ist jetzt schon online.

Online-Spiel Blind zum Bus: Foto: Woche des SehensBerlin: Blindheit verstehen, dazu möchte die Woche des Sehens, die dieses Jahr vom 8. bis 15. Oktober 2022 stattfindet, beitragen. Im Vorfeld dazu wurde das inklusive Online-Spiel „Blind zum Bus“ veröffentlicht, was für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt. Sehende und blinde Menschen können das Spiel gleichermaßen spielen. Auf einem imaginären Gang bewegen sich die Spielenden von der Haustür bis zur Bushaltestelle. Das Besondere: Der Weg bleibt für alle unsichtbar. Allein akustische Signale und Hinweise geben Anhaltspunkte, wo es lang geht. Für blinde Spielerinnen und Spieler ist diese Situation nicht neu. Sie erreichen den Bus vielleicht schneller als sehende Gamer.

Martin Ladstätter - Foto: BIZEPSWien: Vor kurzem konnte der unermüdliche Streiter für die Menschenrechte behinderter Menschen Martin Ladstätter die Veröffentlichung des 20.000. Artikels des österreichischen Online-Nachrichtendienstes zu Behindertenfragen BIZEPS vermelden. Nun wurde Martin Ladstätter zum Mitglied des Publikumsrats des ORF für den Bereich Behinderte Menschen bestellt, wie der österreichische Behindertenrat mitteilt. Das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, da die Partizipation behinderter Menschen in den Medien sehr wichtig ist, um das Bewusstsein über Behinderung zu verändern.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDen Protest-Tag gibt es
in vielen Ländern in Europa.

 

Der Protest-Tag ist immer
um den 5. Mai herum.

 

Der Protest-Tag feiert
den 30-sten Geburtstag.

 

Dazu hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)
jetzt ein Heft veröffentlicht.

Kalenderblatt 5. Mai 1992 - 2022Bonn/Berlin: "30 Jahre 5. Mai - Lautstark für Gleichstellung 1992 -2022", so lautet der Titel einer Broschüre, die von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen herausgegeben wurde. Erarbeitet wurde die aktuelle Broschüre, deren Erstellung und Druck durch die Aktion Mensch unterstützt und im Rahmen ihrer Materialien zum Protesttag vertrieben wird, von Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden vom JOB Medienbüro Berlin. Dass es diesen Protesttag, der einiges bewegt hat, schon seit 30 Jahren gibt und auch dieses Jahr in der Zeit vom 23. April bis 8. Mai 2022 wieder über 600 Aktionen stattfinden, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelTamara Werth und Nicci Blok
haben viele gute Nachrichten
zur Persönlichen Zukunftsplanung.

 

Am 7. April 2022 erzählten sie ihre Geschichten in einer Online-Veranstaltung.

 

Sascha Igel hat die Veranstaltung aufgezeichnet.

Jetzt ist die Hör-Datei online im Internet.

Banner zur Ankündigung des Podcast - Foto: IGELBad Segeberg / Kassel: Eine gemeinsame Online-Veranstaltung des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung mit dem Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3 wurde zusammen mit dem Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, am 7. April 2022 aufgezeichnet und nun in der 58. Episode des Podcast veröffentlicht. Unter dem Motto "Ist die Zukunft geplant, ist dies eine gute Nachricht zur Inklusion" geht es dabei um gute Nachrichten zur Persönlichen Zukunftsplanung und was diese gerade auch für behinderte Menschen bewirken kann. 

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelArne Madsen hat viele Interessen.

Zum Beispiel Sport.

Und er macht Kunst.

 

Im März hatte er Besuch von Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion".

 

Arne Madsen hat ihm aus seinem Leben erzählt.

Und wie er durch die Corona-Zeit gekommen ist.

Arne Madsen mit Kunstwerk MaskenmassakerHamburg: Arne Madsen lebt in Hamburg, hat viele Interessen und vor allem eine kreative Ader. Neben Liegedreiradfahren und Hockey liegt ihm u.a. auch sein künstlerisches Wirken in der Freizeitgruppe der Schlumper am Herzen. Bei einem Besuch von Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" zeigte ihm Arne Madsen u.a. auch sein kürzlich entstandenes Kunstwerk mit dem Titel „Maskenmassaker“. Wie viele andere auch, hat Arne Madsen die Corona-Pandemie nicht ganz unberührt gelassen.

Zeichnung eines Daumens, der nach oben zeigt
© Lebenshilfe Bremen

Kassel: Sei es der Auszug aus einer Behinderteneinrichtung in die eigene Wohnung, der eigentlich selbstverständliche Besuch eines Fitnesszentrums und die Teilnahme an allgemeinen Freizeitaktivitäten oder der Weg aus einer Werkstatt für behinderte Menschen zu einem Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, eine Persönliche Zukunftsplanung kann einige Veränderungen zu einem inklusiveren Leben in Gang bringen und begleiten. Dies wurde bei einer gemeinsamen Online-Veranstaltung des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung mit dem Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3 und dem Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, am 7. April deutlich. Denn dabei ging es um gute Nachrichten zur Persönlichen Zukunftsplanung.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion - Bild Marleen SoetandiBerlin: Über 50 gute Nachrichten zur Inklusion wurden in den ersten sechs Monaten des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ vom Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter - NETZWERK ARTIKEL 3 - veröffentlicht. Nach den ersten sechs Monaten zog der Verein nun eine positive Zwischenbilanz des Projektes. "Bei dem Projekt ist der Name Programm, denn Schwerpunkt des auf vier Jahre angelegten Projektes ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", teilte der Projektleiter Ottmar Miles-Paul mit. Mit dem Projekt will das NETZWERK ARTIKEL 3 gute Entwicklungen in Sachen Inklusion behinderter Menschen aufzeigen. Andererseits sollen die guten Nachrichten zur Inklusion und die damit verbundenen Schulungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit März 1992 gibt es die Hamburger Arbeitsassistenz.

Seitdem hat sie über 1.000 behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeits-Mark vermittelt.

 

Das ist der Hamburger Arbeitsassistenz auch wichtig:

Behinderte Menschen unterstützen behinderte Menschen.

Und tauschen sich über ihre Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt aus.

Foto von: Marco Kölln, Tobias Giemza, Florian Timm und Sandra-Nicole RohrHamburg: Inspiriert durch die unterstützte Beschäftigung behinderter Menschen in den USA wurde die Hamburger Arbeitsassistenz vor 30 Jahren im März 1992 als Modellprojekt gegründet. Zwischenzeitlich hat die von der Landesarbeitsgemeinschaft Eltern für Inklusion gegründete gemeinnützige GmbH über 1.000 behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und entsprechend unterstützt. Neben der geballten Kompetenz in Sachen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, spielt bei der Hamburger Arbeitsassistenz der Peer Aspekt, also die Erfahrungen von behinderten Menschen mit der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, eine wichtige Rolle. Davon konnten sich Ottmar Miles-Paul und Susanne Göbel vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion bei einem Besuch der Hamburger Arbeitsassistenz ein Bild verschaffen. U.a. trafen sie dort einen elektrorollstuhlnutzenden Kurierfahrer, einen Mitarbeiter einer Ergotherapiepraxis und einen ehemaligen Mitarbeiter einer Bücherhalle.

Bild aus dem Film CODA - Foto: Vendome PicturesLos Angeles: Mit Spannung verfolgten viele, wer die diesjähigen Oscars abräumt. In der Nacht von 27. auf den 28. März 2022 gewann schließlich der Independent-Film "CODA", der von einer gehörlosen Familie mit einer hörenden Tochter handelt, den Oscar für den besten Film und mit Troy Kotsur als bester Nebendarsteller gleich Oscar Nummer zwei. Troy Kotsur ist damit der erste männliche gehörlose Schauspieler mit einem Oscar. Regisseurin Siân Heder erhielt zudem die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch. Für das von der Aktion Mensch geförderte Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies ein weiterer Meilenstein zur Präsenz gehörloser Menschen in den Medien.

Andrea Schatz mit Rollstuhl am FlughafenBerlin: Als Andrea Schatz am 15. August 2021 auf dem Rückflug von Toulouse um 21 Uhr in Frankfurt zum Weiterflug nach Berlin umstieg, verweigerte ihr der Lufthansa-Kapitän die Beförderung des Rollstuhls. Sie musste in Frankfurt in einem nicht barrierefreien Zimmer übernachten und wurde erst am nächsten Tag befördert. Da eine Beschwerde bei der Lufthansa keine Wirkung zeigte, hat Andrea Schatz die zuständige Schlichtungsstelle mit einem nun erfolgreichen Ausgang angerufen. Dieser Ausgang, über den Andrea Schatz berichtet, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, weil er zeigt, dass es sich lohnt, sich für seine Rechte einzusetzen und Mut macht, gegen Diskriminierungen vorzugehen.

Logo: Gute Nachrichten zur InklusionBamberg/Erlangen/Nürnberg/Würzburg: Im Februar 2022 besuchte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" verschiedene Akteur*innen in der Region Franken in Bayern. Dabei sprach Ottmar Miles-Paul mit ihnen über ihre Aktivitäten. Herausgekommen sind einige Berichte und Interviews, die zeigen, dass in Franken einiges in Bewegung ist, um Inklusion voranzubringen und die Teilhabe behinderter Menschen zu fördern. Im folgenden gibt's die Links zu den Berichten über gute Nachrichten zur Inklusion in Franken:

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelMeta Schillmann und Nicole Schmuhl sind Künstlerinnen.

Ihre Kunst ist sehr verschieden.

 

Seit März zeigen sie ihre Kunst.

Ihre Kunst hängt in der Galerie der Schlumper in Hamburg.

 

Die Ausstellung geht bis zum 15. Mai 2022.

Bild: Blick aus dem Fenster des Künstlers Horst Wäßle - Foto: Rolf Laute/Die SchlumperHamburg: Arbeiten von Meta Schillmann und Nicole Schmuhl werden derzeit noch bis zum 15. Mai 2022 in der Galerie der Schlumper in der Marktstraße 131 in 20357 Hamburg gezeigt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 traf sich in Hamburg mit Dr. Christian Mürner auf einen Kaffee und sprach mit ihm über die mittlerweile 40jährige Geschichte der Schlumper. Der seit über 40 Jahren in Hamburg lebende Autor und Behindertenpädagoge hat die Schlumper lange Jahre begleitet und immer wieder über deren Wirken und Werke berichtet.

Irmgard Badura bei der BundesversammlungNürnberg: Irmgard Badura setzt sich u.a. dafür ein, dass die Belange behinderter Menschen unaufgefordert und umfassend in allen Politikfeldern berücksichtigt werden. Auf Vorschlag der bayerischen Landtagsfraktion der Grünen hatte die ehemalige Landesbehindertenbeauftragte von Bayern am 13. Februar 2022 die Möglichkeit, an der Bundesversammlung und damit an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen. Die aktive blinde Nürnbergerin hat es nach so langer Zeit der Corona-Beschränkungen genossen, einmal wieder so viele politisch aktive prominente und engagierte Menschen in einem Gebäude treffen zu können. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion sprach mit Irmgard Badura über ihr Engagement und wie es dazu kam, dass sie bei der Bundesversammlung dabei sein konnte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit ein paar Tagen gibt es eine Daten-Bank.

 

 

Dort gibt es Infos:

Hilfs-Angebote für behinderte Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind.

 

Das ist den Macher*innen der Daten-Bank wichtig:

Behinderte Menschen aus der Ukraine sollen unterstützt werden.

Alle Hilfs-Angebote für sie sollen an einem Ort zu finden sein.

Logo: hilfsabfrage.de Flucht & BehinderungBremen / Berlin: In den vergangenen Tagen hat das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Akteur*innen, wie beispielsweise dem Martinsclub Bremen, der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), der Bundesvereinigung Lebenshilfe, den Sozialhelden oder Handicap International, eine Datenbank zu Hilfsangeboten für geflüchtete behinderte Meschen auf www.hilfsabfrage.de erstellt. Die Internetseite soll dazu beitragen, die bestehenden Wohn- und Unterstützungsangebote sowie Transferangebote für behinderte Menschen aus der Ukraine zu bündeln und übersichtlich aufzuführen, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen flächendeckend zu nutzen. Diese Initiative und Bündelung der Ressourcen verschiedener Akteur*innen ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion in einer Zeit, in der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine das Leben vieler Menschen bedroht und herausgefordert wird.

Michael Gerr vor Geschäft mit LEGO-RampeWürzburg: Nicht zuletzt die Tatsache, dass Michael Gerr seit 2021 Mitglied im neu gegründeten Diversitätsrat von Bündnis 90/Die Grünen auf Bundesebene ist, macht deutlich, wie wichtig dem Würzburger eine vielfältige Gesellschaft ist. Von 2008 bis 2020 hat er 12 Jahre lang als Stadtrat der Grünen die Stadtpolitik von Würzburg mitgeprägt und dabei auch seine Sichtweise und seine Erfahrungen als Rollstuhlnutzer mit eingebracht. Zuletzt hat er zusammen mit den Aktiven des Vereins Selbstbestimmt Leben Würzburg (WüSL) für die Entwicklung und Anbringung von LEGO-Rampen an Würzburger Geschäften geworben. Dieses eher symbolische Projekt soll nun in eine Initiative für eine umfassende Barrierefreiheit in Würzburg weiterentwickelt werden. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat Michael Gerr in Würzburg besucht und mit ihm über sein Wirken und seine Pläne gesprochen.

Logo von akseBerlin: Bei allen Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, hat diese auch neue Möglichkeiten der Online-Vernetzung und Kommunikation mit sich gebracht. Dass dies auch Vorteile für die Vermittlung von Assistent*innen an behinderte Menschen mit sich bringt, das hat die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB) des Berliner Vereins aktiv und selbstbestimmt (akse) bei einem Online-Bewerber*innen-Tag gezeigt. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist die durchgeführte Online-Veranstaltung zur Assistenzvermittlung eine gute Nachricht zur Inklusion.

Postkarte 30 Jahre Peer Beratung - Foto: BIZEPSWien: "Es ist fantastisch, wenn wir – oft auch erst nach einiger Zeit – Rückmeldungen von Beratungskundinnen und -kunden bekommen, dass sie jetzt etwas geschafft haben, was ihnen niemand zugetraut hat." So bringt Martin Ladstätter vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Wien die Faszination des Peer Counseling auf den Punkt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 hat einen Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus getätigt und führte mit Martin Ladstätten anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Starts der Peer Counseling Beratung in Österreich am 12. März 1992 folgendes Interview.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIn Fulda gibt es das Projekt „Geh(t) doch!“.

 

Das Projekt unterstützt 5 behinderte Jugendliche.

Alle 5 machen eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.

 

Dabei hilft ihnen das Budget für Ausbildung.

Sabrina Smits - Foto: Perspektiva gGmbHFulda: Im Zuge des Projektes "Geh(t) doch!" konnten zum Ausbildungsjahr 2021/2022 fünf Jugendliche aus Fulda und Umgebung in eine Ausbildung über das im Bundesteilhabegesetz verankerte Budget für Ausbildung vermittelt werden. Da es bisher nur sehr wenige behinderte Menschen gibt, die das Budget für Ausbildung nutzen und dabei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt werden, hat Ottmar Miles-Paul bei Sabrina Smits von der Perspektiva gGmbH, die das Projektes "Geh(t) doch!“ leitet, nachgefragt, was geht und wo es hakt. Denn in Fulda wurde ein konkreter Anfang zur Nutzung des Budget für Ausbildung als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen gemacht. Dieses Beispiel ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, dem hoffentlich noch viele weitere Budgets für Ausbildung folgen werden.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDafür kämpft Ina Fischer seit 5 Jahren.

 

Sie macht das nicht allein.

Sie hat sich mit anderen Menschen zusammen-getan.

Zusammen haben sie schon einiges in Erlangen erreicht.

Ina Fischer - Foto: ZsL ErlangenErlangen: Seit über fünf Jahren setzt sich Ina Fischer vom Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZsL) zusammen mit einer Reihe weiterer Akteur*innen für ein inklusives Erlangen ein. Herausgekommen ist dabei nicht nur das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Kommune inklusiv, das die engagierte Frau in Erlangen koordiniert, sondern auch eine Reihe von Initiativen, die nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 gute Nachrichten zur Inklusion sind. Ottmar Miles-Paul vom Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion“ traf die blinde Streiterin für Inklusion auf einen Kaffee in Erlangen und konnte dabei nicht nur deren sportlichen Ehrgeiz für ein inklusive Erlangen erleben, sondern erfuhr auch, was in Erlangen bereits in Sachen Inklusion erreicht wurde bzw. noch ansteht.

Poster zur 50. Episode des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel - Foto: IGEL MediaBad Segeberg: Sascha Lang bezeichnet sich selbst als Inklusator und mit dem von ihm im April 2021 gestarteten Podcast "Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL)" wirbt der in Bad Segeberg und Luxemburg wohnende Radiomacher mit Herz kontinuierlich für Inklusion, Barrierefreiheit und die Teilhabe behinderter Menschen. Dass am 3. März 2022 bereits die 50. Episode des IGEL-Podcast erschienen ist, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAb heute, dem 1. März 2022,
wird es in 2 Supermärkten
in Bergisch-Gladbach leiser.

Dann gibt es dort Stille Stunden.

 

In dieser Zeit läuft keine Musik.

Die Scanner an den Kassen piepen nicht.

 

Die Idee kommt aus der Schweiz.

Wir haben im Dezember 2021 darüber berichtet.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelEsther Junghans lebt seit vielen Jahren mit Persönlicher Assistenz.

 

Persönliche Assistenz bedeutet:

Esther Junghans bekommt für ihr Leben Unterstützung.

 

Dafür hat sie persönliche Assistenz-Personen.

Sie ersetzen ihre Arme und Beine.

Damit sie selbstbestimmt leben kann.

Esther Junghans mit ElektrorollstuhlTrier: Esther Junghans lebt seit vielen Jahren mit persönlicher Assistenz und weiß, was das bedeutet und auch, wie schwierig es zuweilen ist, gute Assistent*innen zu finden. Daher wirbt sie für diesen Beruf und auch für eine faire Bezahlung der Assistenzkräfte. So berichtete beispielsweise der in Trier erscheinende Volksfreund am 14. Februar 2022 über Esther Junghans und die Persönliche Assistenz. Dies ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. Ottmar Miles-Paul sprach mit Esther Junghans darüber, wie sie die Herausforderung eines Umzugs von München nach Trier mit persönlicher Assistenz geschafft hat und was ihr wichtig ist.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelOttmar Miles-Paul arbeitet
für das Projekt Gute Nachrichten
zur Inklusion.

Vor wenigen Tagen hat er
die Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstelle
in Bamberg besucht.

 

In Deutschland gibt es über 500 Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstellen.

Die Abkürzung für diese Beratungsstellen ist: EUTB®.

Elisabeth Seemüller mit Führhund Ofca und Roman Kollar vor der EUTB BambergBamberg: Am 7. Februar 2022 hat das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion über die 500.000. Beratung durch die seit Anfang 2018 arbeitenden über 500 ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) in Deutschland berichtet. Ottmar Miles-Paul hat nun die EUTB® des Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZsL) in Bamberg besucht und mit den beiden Peer-Berater*innen Elisabeth Seemüller und Roman Kollar über ihre gut vernetzte und breit aufgestellte Arbeit gesprochen. Dabei hat er auch einige gute Nachrichten zur Inklusion entdeckt, wie beispielsweise die Beratung zur Nutzung Persönlicher Budgets und des Budget für Arbeit.

Andrea Seeger - AccessErlangen: Seit 2018 bis heute wurden nach Informationen von Andrea Seeger von der Access gGmbH mit Sitz in Erlangen in der Region Mittelfranken bislang lediglich insgesamt 22 Anträge auf ein Budget für Arbeit gestellt. Dass davon 9 Anträge über den Fachdienst von Access begleitet und auch genehmigt wurden, ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 trotz der geringen Gesamtzahl eine gute Nachrichte zur Inklusion. Die Tatsache, dass es der Access gGmbH gelungen ist, nahezu allen ihre Absolvent*innen aus dem Arbeitsbereich in ein Budget für Arbeit zu vermitteln, zeigt die Möglichkeiten für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf, wie in dem von Ottmar Miles-Paul geführten Interview mit Andrea Seeger deutlich wird.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIm Januar oder Februar 2022:

Ein Freitag-Abend.

Alexander Neufeld will endlich wieder einmal Fußball spielen.

Aber das Wetter ist schlecht.

Deshalb geht das draußen
schon seit vielen Wochen nicht mehr.

 

Also will Alexander in einer Halle Fußball spielen.

Was aus seinem Wunsch geworden ist?

Eine gute Nachricht zur Inklusion!

Alexander und David Neufeld - Foto: Familie NeufeldCuxhaven: Eigentlich war sich David Neufeld ziemlich sicher: "Das wird nichts!" Was am Ende aber dabei heraus kam, das ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, die zeigt, dass es sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie lohnt, etwas einfach einmal auszuprobieren. Worum es geht, berichtet David Neufeld in seinem Blog des Neufeld Verlag wie folgt: "Unser fußballbegeisterter Sohn Alexander (20) wollte endlich mal wieder in der Halle spielen, weil wetterbedingt draußen schon seit Wochen nicht viel ging. Der Tennis Club Cuxhaven betreibt einen Indoor-Sportpark, der auch einen Soccer-Court, einen Kunstrasen-Platz zum Fußballspielen, umfasst. Hier hatten wir schon manchmal mit Freunden gekickt. Doch jetzt war Sport pandemiebedingt nur mit erheblichen Einschränkungen möglich, es war Freitag Abend und es war bestimmt auch viel zu kurzfristig, den Court für den kommenden Samstag zu buchen. Außerdem kostete das ganz schön."

Plakat zur Stillen Stunde - Foto: WDR 2Bergisch Gladbach: Kurz vor Weihnachten 2021 hatte das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" über die Stille Stunde in einigen schweizerischen Supermärkten in der Hoffnung berichtet, dass es solche Angebote auch bald in Deutschland gibt. Nun ist es soweit, denn ab 1. März 2022 starten zwei Supermärkte in Bergisch Gladbach mit stillen Stunden zum reizärmeren Einkauf. U.a. autistische Menschen werden oft von der Masse der akustischen und visuellen Reize überwältigt und besonders herausgefordert. Aber stille Stunden in Supermärkten dürften nicht nur für diesen Personenkreis eine Erleichterung beim oft ohnehin schon sehr hektischen Einkauf darstellen. "Keine Musik, kein Scanner-Piepen, gedimmtes Licht - Neu: Stille Stunde in Bergisch Gladbacher Supermärkten". Mit einem Plakat mit dieser Aufschrift macht WDR 2 auf Facebook auf diese gute Idee aufmerksam. 

ParagrafenzeichenMünster: Während in den Behindertengleichstellungsgesetzen des Bundes und der Länder Verbandsklagemöglichkeiten für die Durchsetzung der Rechte verankert sind, wird diese Möglichkeit bisher kaum genutzt. Daher ist es für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, dass der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) mit Unterstützung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) die Stadt Münster wegen der Unfallrisiken der oftmals auf Gehwegen stehenden oder liegenden E-Roller verklagt und sich dabei in wichtigen Punkten durchgesetzt hat. Im Verbandsklageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Münster geht es um stationslos vermietete E-Roller, die das Straßenbild vieler Städte prägen, so dass die Entscheidung auch eine Bedeutung für andere Städte haben dürfte.

Titelbild zum Podcast zu guten Nachrichten zur Inklusion - Foto: IGEL MediaBad Segeberg/Berlin: "Barrierefrei die Natur erleben - JA! Das Geht!" So titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, die neueste Ausgabe des nun erschienenen IGEL-Podcast. Dabei geht es um die Veröffentlichung der Aufzeichnung einer Online-Veranstaltung zu guten Nachrichten zum barrierefreien Naturerleben mit den Journalist*innen und Naturliebhaber*innen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden im Rahmen des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit 1. Januar 2018 gibt es Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratungsstellen.

 

In Deutschland gibt es über
500 solcher Beratungs-Stellen.

 

Jetzt gab es die 500-Tausendste Beratung.

Das sind eine halbe Million Beratungen!

Logo der EUTB - Foto: BMASBerlin: Ob es um die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, von Hilfsmitteln oder Eingliederungshilfeleistungen geht, die Information gebraucht wird, wo es die Schlüssel für das System der Behindertentoiletten gibt, um Fragen, welche Hilfen es gibt, um eine Arbeitsstelle zu finden oder darum, wie man als behinderter Mensch besser am Leben in der Stadt oder Gemeinde teilhaben kann, die über 500 Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) sind hierfür gute Ansprechpartner*innen. Die Fachstelle zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) vermeldet nun in ihrem neuesten Newsletter die 500.000ste Beratung, die mittlerweile von den EUTBs seit deren Start am 1. Januar 2018 durchgeführt wurde und weist auf die Lotsenfunktion der Beratungsstellen durch das System hin. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist diese stolze Zahl von 500.000 Beratungen eine gute Nachricht zur Inklusion.

Per Busch mit Führhündin Peggy vor Holzgeländer im Wald- Foto: Kathrin Meyer

Kassel: Gerade während der Corona-Beschränkungen haben viele Menschen die Wälder als erlaubten Freiraum genutzt und genossen. Für Per Busch sind Waldaufenthalte nachhaltig gesund und sollten für möglichst viele Menschen möglich sein. U.a. mittels einer erfolgreichen Petition hat sich Per Busch aus Kassel für mehr Barrierefreiheit im Wald erfolgreich stark gemacht und bleibt auch weiterhin am Thema dran. Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3, der folgendes Interview mit dem engagierten blinden Waldliebhaber führte, ist das eine gute Nachricht zur Inklusion.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelJetzt ist er einer von
100 köpfen der demokratie.

 

Denn Gusti Steiner hat sehr viel dafür getan:

 

Behinderte Menschen müssen
die gleichen Rechte haben
wie nicht behinderte Menschen.

Gusti Steiner - Foto: Rasso BruckertDortmund: Der Sozialarbeiter und Kämpfer für die Rechte behinderter Menschen Gusti Steiner ist in die Reihe "100 köpfe der demokratie“ aufgenommen worden. Gusti Steiner, der seit seinem 11. Lebensjahr einen Rollstuhl nutzte und 2004 verstorben ist, steht dort in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Willy Brandt, Erika Mann und weiteren prominenten Fördernden der Demokratie in Deutschland. Die überparteiliche und unabhängige Stiftung "Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus“ hat Gusti Steiner diese Auszeichnung verliehen, wie Dr. Birgit Rothenberg von MOBILE in Dortmund mitteilte. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist diese Würdigung von Gusti Steiner und den damit verbundenen Aktivitäten der Behindertenbewegung ein gute Nachricht zur Inklusion besonders im Zusammenhang mit der Demokratie-Geschichte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelAlexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)
ist hartnäckig.

Er will, dass behinderte Menschen
in öffentlichen Verkehrs-Mitteln
nicht schlechter behandelt werden.

 

Jetzt war er erfolgreich:

Behinderte Menschen können ihre Fahrkarten
für Fern-Züge weiter im Zug kaufen.

Das hat ihm die Deutsche Bahn geschrieben.

Alexander Ahrens am Laptop - Bild Franziska Vu, ISL
Alexander Ahrens

Berlin: Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lässt nicht locker, wenn es darum geht, Benachteiligungen behinderter Menschen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu benennen und beizutragen, diese abzubauen. Als Rollstuhlnutzer weiß er in vielerlei Hinsicht, wo der Schuh drückt und engagiert sich daher in vielen Gremien, u.a. auch bei der Deutschen Bahn. Als die Pläne der Einstellung der Kaufmöglichkeiten von Tickets in Zügen der Deutschen Bahn im Fernverkehr bekannt wurden, setzte er sich u.a. dafür ein, dass behinderte Menschen weiterhin die Möglichkeit behalten, die Tickets in den Zügen lösen zu können. Damit war er erst einmal auch erfolgreich, wie eine Antwort der Deutschen Bahn zeigt. Dies ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion, denn das Beispiel zeigt, wie wichtig Partizipation und die Interessenvertretung behinderter Menschen ist.

InfozeichenLas Vegas: Vor der Einführung der Smartphones war gerade für viele behinderte Menschen kaum vorstellbar, welch große Erleichterungen diese neue Technik für sie bringen kann, wie zum Beispiel für blinde und sehbehinderte Menschen. So ähnlich könnte es auch bei der Robotertechnik werden. Einen Vorgeschmack, welcher Gewinn diese gerade für mobilitätsbehinderte Menschen bringen könnte, bietet ein n-tv-Bericht über die Pläne von Hyundai, die Anfang 2022 auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Wenn diese Pläne, die auch mehr Mobilität für behinderte Menschen ermöglichen könnten, auf breiter Ebene Wirklichkeit werden, wäre dies nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 eine spannende und gute Nachricht zur Inklusion.

Birgit Schopmans
Birgit Schopmans

Kassel: Birgit Schopmans hat am 1. Januar 1992 als Peer Counselorin beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) begonnen. Dass die blinde Beraterin 30 Jahre später immer noch beim selben Verein arbeitet und im Laufe der Zeit vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen Türen auf dem Weg zu einem selbstbestimmteren Leben geöffnet und sie unterstützt hat, das ist nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht. Im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ hat dessen Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul das nunmehr 30jährige Wirken von Birgit Schopmans im Sinne des Peer Counseling nachgezeichnet.

ParagraphenzeichenBerlin/Hameln/Trier: Viele Menschen beschäftigt gerade in Zeiten der Corona-Pandemie das Thema der Triage, also der Entscheidung, wer im Falle einer Ressourcenknappheit behandelt wird und wer nicht. Der Erfolg der neun engagierten Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen mit ihrer von AbilityWatch initiierten Beschwerde gegen die derzeitigen Regelungen vor dem Bundesverfassungsgericht ist für das NETZWERK ARTIKEL 3 eine gute Nachricht zur Inklusion. In Ergänzung zur umfangreichen Berichterstattung über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Dezember 2021 zum Schutz behinderter Menschen vor Diskriminierungen im Falle einer pandemiebedingten Triage lohnt daher der Blick auf die Menschen, die die große Mühe der sehr umfangreichen Verfassungsbeschwerde auf sich genommen haben.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelNeele Buchholz ist Tänzerin und Schauspielerin.

Im Januar 2015 hat sie bei
einer Empowerment Schulung
der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) beeindruckt.

Sie erzählte, warum für sie Tanzen mit Stärke
und Starksein zu tun hat.

Jetzt spielt Neele Buchholz in der 6-teiligen
Fernseh-Serie Eldorado KadeWe mit.

Die ARD zeigte die Serie am 27. Dezember 2021.

Neele Buchholz
Neele Buchholz

Bremen: Dass die Tänzerin und Schauspielerin Neele Buchholz aus Bremen im von der ARD ausgestrahlten Sechsteiler Eldorado KaDeWe mitspielt, ist für Ottmar Miles-Paul eine gute Nachricht zur Inklusion, auf die der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 hinweist. Im Januar 2015 war die Bremerin mit Down Syndrom bei einer Empowerment Schulung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zu Gast und hat die Teilnehmer*innen mit ihrer Art und ihrem Wirken nachhaltig beeindruckt. Damals machte sie deutlich, dass Tanzen ganz viel mit Empowerment zu tun hat.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelIn Supermärkten läuft oft Musik.

Es gibt immer wieder
Lautsprecher-Durchsagen.

Und überall ist es bunt und hell.

Das ist zum Beispiel
für autistische Menschen
sehr herausfordernd.

Die Musik und das Licht sind zu hektisch.

Es sind zu viele Reize.

 

Jetzt testen 12 Supermärkte in der Schweiz
die Stille Stunde.

Flagge der SchweizZürich: Gerade autistische Menschen werden oft von der Masse der akustischen und visuellen Reize überwältigt und besonders herausgefordert. Aber die Berichte über eine stille Stunde in schweizerischen Supermärkten dürften nicht nur für diesen Personenkreis eine Erleichterung beim oft ohnehin schon sehr hektischen Einkauf bieten. Das NETZWERK ARTIKEL 3 betrachtet die Initiative schweizerischer Supermärkte für eine stille Stunde zum Einkauf auf jeden Fall als gute Nachricht zur Inklusion, weil damit auf unterschiedliche Bedürfnisse beim Einkauf eingegangen wird.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDr. Sigrid Arnade
und Hans-Günter Heiden waren schon oft in Nord-Amerika und Australien.

Dort waren sie
in vielen National-Parks.

 

Am 21. Januar 2022 erzählen sie uns davon:

Wie kann man die Natur gut barriere-frei erleben.

21. Januar 2022 im Kalender markiertBerlin: In einer Online-Veranstaltung geht es am 21. Januar 2022 von 16:30 bis 17:30 Uhr um „Gute Nachrichten zum barrierefreien Naturerleben“. Gemeinsam mit Sascha Lang von IGEL Media Podcast, der mittlerweile über 35 Episoden des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) herausgegeben hat, und mit den freien Journalist*innen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden, die sich seit vielen Jahren für barrierefreies Naturerleben stark machen, lädt der Koordinator des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“, Ottmar Miles-Paul, zu der Veranstaltung via Zoom ein. Aus der Veranstaltung, die aufgezeichnet wird, entwickelt Sascha Lang dann eine neue Episode des IGEL-Podcast.

Petra Willich liest Braille auf der Adventskalenderwurst
Petra Willich

Kassel: Für Petra Willich, die bei der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) des Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) in Kassel arbeitet, war es eine besondere Überraschung als sie von einem Kollegen aus dem Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) einen äusserst kreativen und barrierefreien Adventskalender überreicht bekam: eine Salami mit Braillebeschriftung der 24 Tage, an denen jeweils ein kleines Stück Salami in der Adventszeit abgeschnitten werden kann. Bei Jennifer Sonntag aus Halle war es eine Schachtel Pralinen mit Braillebeschriftung, die ihr Herz erwärmte. Beide sind sich einig darin, dass sich Inklusion auch durch solche vermeintlich kleine barrierefreie Aufmerksamkeiten zeigt.

ZsL Kassel mit Transparent Kassel: Den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember haben einige Aktive aus dem Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen zum Anlass genommen, um auf die Entwicklungen der Behindertenpolitik- und bewegung der letzten 30 Jahre zurückzublicken. Dabei standen besonders auch die Entwicklungen, die sich während dieser Zeit in Kassel vollzogen haben, im Mittelpunkt und gab es auch einige gute Nachrichten zur Inklusion.

Daniel Bastert kennt das Leben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

 

Und er kennt das Leben außerhalb der Werkstatt:
Seit 9 Jahren arbeitet er
auf dem ersten Arbeits-Markt.

 

Heute sagt er:
„Seitdem bin ich ein anderer Mensch.
Ich habe für mich Berge versetzt.“

Daniel Bastert fährt Gabelstabler - Foto: Michael Kalthoff-Mahnke
Daniel Bastert

Ense: Für Daniel Bastert gibt es ein Leben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung – und eines danach. Vor neun Jahren erhielt er die Chance, in ein Wirtschaftsunternehmen zu wechseln. Bereut hat er diesen Schritt nicht. Im Gegenteil. "Seitdem bin ich ein anderer Mensch“, wird er in einem Bericht von Michael Kalthoff-Mahnke vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben im Regierungsbezirk Arnsberg zitiert. Daniel Bastert rät daher anderen Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt arbeiten, sich ebenfalls auszuprobieren. Das Beispiel von Daniel Bastert betrachtet das NETZWERK ARTIKEL 3 als eine gute Nachricht zur Inklusion und veröffentlicht im Folgenden den Bericht von Michael Kalthoff-Mahnke.

Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki

Kassel: Dass behinderte Menschen als Abgeordnete im Bundestag noch viel zu wenig präsent sind, wird immer wieder kritisiert. Aber auch in den Büros der Abgeordneten ist die Beschäftigung behinderter Menschen noch eher eine Ausnahme. Dass dies auch anders geht, konnte der Koordinator des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion", Ottmar Miles-Paul, bei der Einweihung des Wahlkreisbüros des neu in den Bundestag gewählten Abgeordneten der Grünen, Boris Mijatovic, in Kassel erleben. Mit Maria Stafyllaraki arbeitet dort nun auch eine engagierte Rollstuhlnutzerin im Team, der durch die Beschäftigung neue berufliche Perspektiven und Erfahrungen geboten werden.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; S. GöbelManchmal wird aus einer schlechten Erfahrung
eine gute Nachricht
zur Inklusion.

So ging es Jennifer Sonntag
aus Halle.

 

Sie verbrachte im Oktober mit ihrer Familie
ein Wochenende im Hotel.

Aber das Hotel-Personal forderte sie immer wieder auf: Sie und ihr Blinden-Führhund Paul sollten das Hotel-Restaurant verlassen.

Inzwischen hat sich das Hotel
bei ihr entschuldigt.

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul auf Treppe sitzend
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul

Halle: Wie aus einer schlechten Erfahrung eine gute Nachricht werden kann, das hat Jennifer Sonntag aus Halle erlebt und mit Hilfe der beim Bundesbehindertenbeauftragten angesiedelten Schlichtungsstelle und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erreicht. Nachdem die kobinet-nachrichten am 25. Oktober 2021 bezugnehmend auf den Facebookeintrag von Jennifer Sonntag einen Bericht mit der Schlagzeile "Kein Abendessen mit Führhund im Hotelrestaurant" veröffentlicht hatten, kann Jennifer Sonntag nun vermelden: "Hotelpersonal sieht ein, Assistenzhund darf rein!"

Teile der Fotoausstellung, dazwischen ein documenta-Kunstwerk auf dem steht: Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt; S. Göbel

Kassel: Treppenstraße, Sonntag-Morgen, kurz nach 10 Uhr in Kassel:

Menschen kommen auf ihrem Weg in die Stadt eher zufällig an einer Foto-Ausstellung vorbei.

Sie bleiben stehen.

Neugierig nähern sie sich den Metall-Rahmen mit den Fotos.

Viele nehmen sich Zeit und betrachten die ausdrucks-starken Fotos in Ruhe.

Sie lesen die Texte dazu.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; S. GöbelAm 18. Oktober 2021 hat sich
ein neuer Verein gegründet:

die Autismus Selbstvertretung Bayern.

 

Das war ein Traum von Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem.

Denn: Damit haben sich autistische Menschen
in Bayern zusammen-geschlossen.

Und autistische Erwachsene vertreten sich selbst.

Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem Perspektivwechsel - Bottom-up headfirst  © Silke Wanninger-Bachem
Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem

Regensburg/Mallersdorf-Pfaffenberg: Als Anke Kidan aus Regensburg vor einigen Jahren zusammen mit Silke Wanninger-Bachem aus Mallersdorf-Pfaffenberg an einem Schulungskurs für zukünftige Führungskräfte in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen in Berlin teilgenommen hatte, war es für sie noch ein Traum, dass sich autistische Menschen in Bayern landesweit zusammenschließen. Mittlerweile wirken Anke Kidan und Silke Wanninger-Bachem im Vorstand des am 18. Oktober 2021 gegründeten Vereins Autismus Selbstvertretung Bayern mit. Die Verwirklichung dieses Traums betrachtet das NETZWERK ARTIKEL 3 als eine gute Nachricht zur Inklusion.

Bild von der Aktion für kontrastreiche Poller am 7. Juni 2021 in KasselKassel: "Mühlen mahlen in der Politik meist sehr langsam", heißt es oft. Das dies nicht immer so sein muss, zeigt ein aktuelles Beispiel in Kassel. Am 7. Juni 2021 hatten Selbstvertretungsorganisationen wie der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) und der Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) mit einer Aktion zum Sehbehindertentag auf die schlechte Sichtbarkeit und die Gefahren vieler meist grauer Poller für sehbehinderte Menschen aufmerksam gemacht, indem sie den Pollern gestrickte rot-weiße Pudelmützen aufsetzten. Am 8. November - also gerade einmal fünf Monate später - hat die Kasseler Stadtverordnetenversammlung einen Antrag verabschiedet, um diesem Zustand zukünftig Abhilfe zu verschaffen. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies eine gute Nachricht zur Inklusion.

Dennis Sonne und Henrik Mertsns beim Training
Dennis Sonne und Henrik Mertens

Lüdinghausen: Dennis Sonne aus Lüdinghausen hat vor kurzem auf seiner Facebookseite geschrieben: "Leute ich bin richtig stolz! In Lüdinghausen konnten mein Kumpel Henrik Mertens und ich richtig was bewegen. Wir haben vor ein paar Monaten an der Realisierung eines "inklusiven Calisthenics-Park" mitgewirkt. Henrik hat als erfahrener Sportler und Physiotherapeut die medizinischen Aspekte in die Planung einbezogen. Ich habe als erfahrener Inklusionsaktivist auf die inklusiven Elemente geachtet. Nach vielen Beratungsterminen mit der Stadt Lüdinghausen und dem Architekten haben wir einen tollen Plan entworfen, wie der Fitnesspark aussehen wird. Und nun ist er endlich fertig!" Dieser guten Nachrichten zur Inklusion ist Ottmar Miles-Paul nachgegangen und hat folgendes Interview mit Dennis Sonne geführt:

Einweihung des E-Taxi-Stands Foto: Berndt RytlewskiHamburg: Dass Klimaschutz und Barrierefreiheit gut miteinander verbunden werden können, das macht ein gutes Beispiel aus Hamburg deutlich. Die Hamburger Verkehrsbehörde hat am 4. November gemeinsam mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und Stromnetz Hamburg den ersten Stand für E-Taxis eröffnet. Der Stand ist mit einer Doppel-Schnell-Ladestation exklusiv für Taxen ausgestattet und dient als Ergänzung und Unterstützung des Projekts "Zukunftstaxi“. In dem Projekt fördert die Stadt Hamburg gemeinsam mit über 30 privaten und öffentlichen Partnern die Umstellung von Hamburgs Taxi-Flotte auf elektrische Antriebe. Passend zum ersten rein elektrischen Taxi-Stand haben auch die ersten beiden weitgehend barrierefreien und so genannten "London-Taxis“ in Hamburg ihren Betrieb aufgenommen.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit den 1990er-Jahren fordern behinderte Menschen:

Es müssen mehr behinderte Menschen in die Politik gewählt werden.

 

Das hat Stephanie Aeffner jetzt geschafft:

Sie ist seit Oktober neu im Deutschen Bundestag
in Berlin.

Sie ist die erste Frau im Deutschen Bundestag,
die einen Rollstuhl benutzt.

Stephanie Aeffner am Mikrofon
Stephanie Aeffner

Berlin: Bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrtausends haben behinderte Menschen die Forderung "Behinderte Menschen in die Parlamente" erhoben. Daher ist es eine gute Nachricht zur Inklusion, dass es Stephanie Aeffner nun geschafft hat, als erste Frau, die einen Rollstuhl nutzt, Mitglied des Deutschen Bundestages zu werden. Dabei geht es für die bis zu ihrer Wahl als Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg tätige Badenerin als neu gewählte Abgeordnete gleich richtig los. Für die Grünen mischt sie in der Verhandlungs-Arbeitsgruppe 9, wo es um die Themen Sozialstaat, Grundsicherung und Rente bei den Koalitionsverhandlungen geht, mit. In dieser Arbeitsgruppe werden wohl auch die meisten behindertenpolitischen Maßnahmen der neuen Regierung beraten und die entsprechenden Weichen für die Legislaturperiode in diesem Bereich gestellt.

Sprachblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel

Am 3. November war die erste
Online-Veranstaltung vom Projekt
Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

 

 

Die Teilnehmenden haben darüber gesprochen:
Das sind für sie gute Nachrichten zur Inklusion!

 

Sie haben auch überlegt:
Welche Ideen haben sie für gute Nachrichten
zur Inklusion?

Logo des IGEL-PodcastBad Segeberg: Eine gute Nachricht zur Inklusion hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in eigener Sache zu vermelden. Das Experiment der Verbindung einer Online-Veranstaltung mit der Produktion eines Podcast ist nicht nur gelungen, sondern hat richtig Spaß gemacht. "Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?" So lautete der Titel einer Online-Veranstaltung, die das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen des neuen Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" am 3. November 2021 zusammen mit dem Macher des Podcast "Inklusion Ganz Einfach Leben" (IGEL), Sascha Lang, durchgeführt hat. Dabei kamen nicht nur viele Ideen für gute Nachrichten zur Inklusion zur Sprache, sondern die Veranstaltung steht nun auch als Podcast für all diejenigen, die nicht dabei sein konnten, zur Verfügung.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelMaria Lampe ist 22 Jahre alt.

Sie studiert in Berlin
an der Freien Universität.

Außerdem arbeitet sie beim
Berliner Verein Sozialhelden mit.

 

Maria Lampe interessiert sich sehr
für die Sozialen Medien.

Soziale Medien sind besondere Internet-Seiten.
Durch Soziale Medien tauschen sich Menschen aus.

Marie Lampe - Foto: mdr
Marie Lampe

Berlin: Marie Lampe studiert deutsche Philologie mit dem Nebenfach Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der freien Universität Berlin und engagiert sich beim Berliner Verein Sozialhelden im Social Media Bereich. Am 17. Oktober 2021 wurde der knapp halbstündige Film "Außer sehen kann ich alles" im mdr-Magazin Selbstbestimmt über den bisherigen Lebensweg der 22jährigen blinden Studentin ausgestrahlt, der nach Ansicht des Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" in vielerlei Hinsicht gute Nachrichten zur Inklusion enthält. Ottmar Miles-Paul führte nun mit Marie Lampe ein Interview über ihre Erfahrungen und Ziele, indem sie u.a. betont, dass sie froh ist, in ihrer Nachbarschaft so aufgewachsen zu sein.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelDurch Straßennamen-Schilder
weiß man in einer Stadt wo ist man.

Aber: Die meisten Schilder
hängen viel zu weit oben.

Deshalb können viele sehbehinderten Menschen
die Straßennamen nicht lesen.

 

Die gute Nachricht zur Inklusion
kommt aus der Stadt Bad Segeberg:

Dort soll es in der Innenstadt
bald Straßennamen-Schilder zum Tasten geben.

Tastbares StraßenschildBad Segeberg: Während Straßenschilder für gut sehende Menschen ganz selbstverständlich zum Stadtbild gehören und die Orientierung erheblich erleichtern, ist für sehbehinderte Menschen die Nichtlesbarkeit der Straßenschilder oft eine große Herausforderung, sich in der Stadt zurechtzufinden. Denn in der Regel werden Straßennamenschilder in einer Höhe von etwa 2,50 Metern montiert. Auf diese Entfernung können sehbehinderte Menschen die Buchstaben oft nicht entziffern. Die Stadt Bad Segeberg plant jetzt auf Initiative des Beirats für Menschen mit Behinderungen <https://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Behinderte-in-Segeberg-bekommen-diverse-Ansprechpartner> tastbare Straßennamensschilder in einer Höhe von etwa 1,30 Metern an die vorhandenen Masten mit den Straßennamen anbringen zu lassen. Auf diese gute Nachricht zur Inklusion hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), aufmerksam gemacht.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelWiesbaden ist
die Landes-Hauptstadt von Hessen.

Von dort kommt diese gute Nachricht zur Inklusion.

 

Das Hessische Ministerium
für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
hat eine besondere Urkunde bekommen.


Denn: Das Ministerium ist ein fahrrad-freundlicher Arbeit-Geber.

Bild von der Einweihung des E-Dreirads  - Foto: LB HessenWiesbaden: Im Februar 2021 wurde dem Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) als viertem Arbeitsgeber in Hessen das Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Gold verliehen. Ziel des Ministeriums ist es, mit fahrradfreundlichen Maßnahmen Anreize zum Umstieg der Beschäftigten auf das Rad zu schaffen. Während des Zertifizierungsprozesses hat die Schwerbehindertenvertretung (SBV) des HMUKLV erfolgreich angeregt, auch ein E-Dreirad für mobilitätseingeschränkte Mitarbeiter*innen anzuschaffen, wie die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen Rika Esser in ihrem Newsletter mitteilte.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne GöbelSeit dem 1. Oktober 2021 gibt es
das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Jetzt bietet das Projekt
seine erste Online-Veranstaltung an.

 

In der Veranstaltung geht es darum: 
Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?

Kalender 3. November 2021 - Foto: Pixabay
3. November 2021

Berlin: Nachdem das NETZWERK ARTIKEL 3 am 1. Oktober 2021 das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" gestartet hat, geht es in einer ersten Online-Veranstaltung des neuen Projektes um die Frage "Was sind gute Nachrichten zur Inklusion?" Gemeinsam mit Sascha Lang, der mittlerweile über 25 Episoden des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) herausgegeben hat, und mit weiteren Gästen, die sich über ihre Vorstellungen von Inklusion und guten Nachrichten dazu äussern, lädt der Projektkoordinator Ottmar Miles-Paul zu der Online-Veranstaltung via Zoom am 3. November 2021 von 17:00 bis 18:00 Uhr ein. Aus der Veranstaltung, die aufgezeichnet wird, entwickelt Sascha Lang eine neue Episode des IGEL-Podcast.

Dr. Sigrid Arnade - Foto: H.-Günter Heiden
Dr. Sigrid Arnade

Berlin: Dr. Sigrid Arnade engagiert sich zusammen mit ihrem Mann Hans-Günter Heiden schon seit 1999 für mehr barrierefreies Naturerleben. Unter anderem waren die beiden an der Konzeption und Realisierung des Wilden Kermeters und des Wilden Weges im Nationalpark Eifel beteiligt, den diese als vorbildliches Beispiel für die Realisierung von Barrierefreiheit schätzen. Kürzlich besuchte Dr. Sigrid Arnade wieder die Eifel und dieses Mal auch die Burg Vogelsang. Dabei war sie irritiert, dass sie als Rollstuhlnutzerin die gleichen Parkgebühren bezahlen musste, wie Fußgänger*innen und eine Ausschilderung zu den Behindertenparkplätzen fehlte. Nach einer Mail an die Verantwortlichen, kam eine schnelle positive Rückmeldung, die für Dr. Sigrid Arnade eine gute Nachricht zur Inklusion darstellt, denn allzuoft würden solche Rückmeldungen ignoriert oder auf die lange Bank geschoben.

Besichtigung des rheinland-pfälzischen Landtags vor dem Tastmodell - Copyright Landtag Rheinland-PfalzMainz: Die Arbeitsgruppe "Barrierefreiheit" des rheinland-pfälzischen Landesteilhabebeirats hat sich kurz nach der offiziellen Eröffnung des sanierten Landtags von Rheinland-Pfalz bei einem Rundgang durch das Deutschhaus einen Überblick über die umgesetzten Maßnahmen verschafft. In einem Gespräch mit Landtagspräsident Hendrik Hering übermittelte die Arbeitsgruppe ihre Eindrücke und weitere Verbesserungsvorschläge. Die "AG Barrierefreiheit" hatte die nachhaltige Sanierung des Deutschhauses fachlich von Beginn an begleitet. Ziel dieser Arbeitsgruppe war es, bereits in der Planungsphase die Belange von Menschen mit Behinderungen einzubringen, bauliche und räumliche Hürden von Beginn an zu erkennen und Lösungsvorschläge für einen möglichst barrierefreien Landtag zu unterbreiten. Da die Sanierung des Landtags beispielhaft zeigt, wie Barrierefreiheit und Denkmalschutz in einem partizipativen Prozess in Einklang gebracht werden kann, erachtet dies das NETZWERK ARTIKEL 3 im Rahmen seines Projektes "Gute Nachrichten zur Inklusion" als gutes Beispiel.

Skulptur von Marc Quinn von der nackten, hochschwangeren, schwerbehinderten Alison LapperMemmingen: In einer kleinen Ausstellung zeigt die Kunsthalle Memmingen seit dem 12. Juni bis noch zum 1. November 2021 die Auseinandersetzung von sieben Künstlerinnen und Künstlern mit dem Thema des nicht perfekten Körpers in einer auf Perfektionismus ausgelegten Welt. So ist dort unter anderem die in England stark diskutierte Skulptur des britischen Bildhauers Marc Quinn zu sehen, die dieser von der nackten, hochschwangeren, schwerbehinderten Alison Lapper angefertigt und Anfang 2000 auf Londons prominentestem Platz, dem Trafalgar Square, ausgestellt hatte. Auf diese gute Nachricht zur Inklusion hat Prof. Dr. Gisela Hermes hingewiesen, die die Ausstellung besucht hat.

Sprechblase mit dem Text Einfach erklärt; Susanne Göbel

Diese gute Nachricht
zur Inklusion kommt
aus London in England:


George Webster wird bald für das Kinder-Fernsehen CBeebies arbeiten.

George Webster
George Webster - CBeebies BBC

London: Der britische Sender BBC hat mit dem Schauspieler George Webster erstmals einen Moderator mit Down-Syndrom engagiert. Über diese gute Nachricht zur Inklusion berichten der Online-Nachrichtendienst BIZEPS und n-tv. Für das Projekt "Gute Nachrichten zur Inklusion" des NETZWERK ARTIKEL 3 ist dies allemal eine Meldung wert, denn immer noch gibt es viel zu wenige behinderte Menschen, die das Mediengeschehen mitbestimmen bzw. mitgestalten. Und Menschen mit Lernschwierigkeiten, wie beispielsweise mit Down Syndrom, sind bisher kaum in den Medien vertreten.

Sprech-Blase Einfach erklärt; Susanne GöbelAm 1. Oktober 2021
geht das neue Projekt
vom NETZWERK ARTIKEL 3 los.

 

Das Projekt heißt:
Gute Nachrichten zur Inklusion.

 

Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt mit Geld.

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion von Marleen SoetandiBerlin: Dank der Förderung durch die Aktion Mensch kann zum 1. Oktober 2021 das neue Projekt des NETZWERK ARTIKEL 3 mit dem Titel "Gute Nachrichten zur Inklusion" an den Start gehen. "Dabei ist der Name Programm, denn Schwerpunkt des Projektes ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention", wie Dr. Sigrid Arnade vom Vorstand des NETZWERK ARTIKEL 3 mitteilte. Mit dem Projekt will das NETZWERK ARTIKEL 3 neben seinen anderen Aktivitäten zur Gleichstellung behinderter Menschen einerseits gute Entwicklungen aufzeigen. Anderseits sollen die guten Nachrichten zur Inklusion und die damit verbundenen Schulungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen, wie der Koordinator des Projektes, Ottmar Miles-Paul, betont.